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Große Koalition mit unkluger und ideologischer Politik?

Dr. Dirk Spaniel (AfD) kämpft für Industriearbeitsplätze in Deutschland

Donnerstag, 28 Februar 2019 01:27 geschrieben von 
Dr. Dirk Spaniel, MdB ist der Verkehrsexperte der AfD-Bundestagsfraktion Dr. Dirk Spaniel, MdB ist der Verkehrsexperte der AfD-Bundestagsfraktion Quelle: Dirk Spaniel

Stuttgart - Daimler-Chef Dieter Zetsche hat Politiker und Bürger in Deutschland mit ungewohnt deutlichen Worten aufgeschreckt. Es sei kein Naturgesetz, dass Daimler ewig bestehe. Er wolle das eigene Unternehmen wachrütteln. Auch Autoexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer pflichtete ihm bei und warnt alle anderen Autobauer ebenfalls. Nun grätscht auch Dr. Dirk Spaniel (Jahrgang 1971) in das Thema. Spaniel ist seit vergangenem Wochenende Co-Landessprecher der AfD-Baden-Württemberg und gilt als ausgewiesener Automobilexperte.

Dr. Dirk Spaniel sagt: „Es vernünftig, wenn ein großer Konzern, der sowohl eine Schlüsselfunktion in Baden-Württemberg als auch in Deutschland innehat, früh auf Probleme hinweist. Dennoch wird offensichtlich, dass niemand offen auszusprechen wagt, weshalb die Automobilindustrie einer äußerst unsicheren wirtschaftlichen Zukunft entgegensieht.

Dies hat weniger technische als politische Gründe. Die Große Koalition betreibt bereits viel zu lange eine industriefeindliche, ideologisch und emotional gesteuerte Politik.
Die eigentlichen Gründe für die unsichere Zukunft sind vielfältig:

  1. Extrem hohe Energiekosten sowie ein unsicheres Versorgungskonzept aufgrund des undurchdachten Schnellausstiegs aus Atomkraft und Kohle. Es ist Heuchelei, dass Deutschland den Klima-Musterschüler gibt, aber im Zweifelsfall Atomstrom aus Frankreich benötigt.
  2. In Deutschland herrschen unsichere Rahmenbedingungen für die individuelle und öffentliche Mobilität. Niemand weiß, ob künftig Autos aus Städten verbannt werden oder womöglich autonomes Fahren vorgeschrieben wird oder wie die völlig unrealistischen Pläne funktionieren sollen, den ÖPNV, Personen- und Güterverkehr auszubauen.
  3. Im globalen Wettbewerb sind es vorrangig die Staaten USA, China und Frankreich, die ihre Kernindustrie mit allen Mitteln schützen. Nur Deutschland unter der Führung von Union und SPD tut dies nicht. Stattdessen verheddert sich unsere Regierung in den Fallen supranationaler Abkommen.“

Spaniel zieht ein Fazit: „Eine strategische Industriepolitik bildet das finanzielle Rückgrat einer Gesellschaft. Ohne sie sind eine stabile Gesellschaft und auch der Sozialstaat zum Scheitern verurteilt. Die AfD-Fraktion wird in naher Zukunft ein eigenes Konzept strategischer Industriepolitik für Deutschland vorlegen.“

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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Bis Juli 2017 führte sie auch die Redaktion von HESSEN DEPESCHE.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/68-angela-prokoph-schmitt.html
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