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Publiziert in Politik

Bericht über westafrikanischen Inselstaat

Dr. Stephan Welk bringt São Tomé e Principe ins ORF

Sonntag, 14 Mai 2017 19:23 geschrieben von 
Auf ORF III berichtete man diese Woche ausführlich über São Tomé e Principe Auf ORF III berichtete man diese Woche ausführlich über São Tomé e Principe Quelle: ORF III

Wien - Auf ORF III, dem österreichischen TV-Sender für Dokumentationen, berichtete man diese Woche sehr ausführlich über die westafrikanische Inselrepublik São Tomé e Principe. Das schwarzafrikanische Land, das seit einigen Jahren auch durch den Kakao-Spekulanten Dr. Stephan Welk, ein gebürtiger Hesse, beraten wird, möchte sich wirtschaftlich und politisch der Europäischen Union annähern. Welk gehört inzwischen zum diplomatischen Dienst der Inselrepublik und ist bei der EU in Brüssel akkreditiert.

Bislang stellt die stabile Demokratie auf den beiden Inseln im Golf von Guinea eine beschauliche Ausnahme zur in der Regel chaotischen Lage der meisten westafrikanischen Länder dar. São Tomé e Principe war einst eine portugiesische Kolonie. Auch die ehemalige DDR streckte in den 1970er und 1980er Jahren ihre Fühler nach São Tomé aus. Man wollte die Tropeninsel für den globalen Klassenkampf gewinnen. Viel von den Investitionen der sozialistischen Bruderstaaten blieb auf São Tomé e Principe aber nicht erhalten.

Der gebürtige Hesse Dr. Stephan Welk gehört dem diplomatischen Dienst von São Tomé e Principe an. | Quelle: ORF III
Der gebürtige Hesse Dr. Stephan Welk gehört dem diplomatischen Dienst von São Tomé e Principe an.
Quelle: ORF III

 

Fischreichtum und der wohl "weltbeste Kakao", wie es Stephan Welk formuliert, sind die wichtigen Tragsäulen des nur 1001 Quadratkilometer umfassenden Staates. Welk kennt sich beim Thema Kakao und Schokolade aus. Eine besondere Nähe zum schweizerischen Kakao-Giganten Barry Callebaut wird ihm nachgesagt, wiederholte Spekulationen gegen die freie Marktpreisbildung aber auch. Interessant für Kakaohändler sind die gewaltigen preislichen Unterschiede für Kakaobohnen aus São Tomé oder vom benachbarten Festland in Guinea. Für Nichtkenner ergeben sich hier gewaltige Risiken, für Kenner aber Chancen.

Mit der Reportage auf ORF III wollte womöglich Stephan Welk, dem Einfluss auf die Produktion zuzutrauen ist, in Österreich und Deutschland für São Tomé e Principe werben. Ähnliche Berichte sollen auch für die ARD in Produktion sein.

Schlussendlich möchten die politischen Entscheider aus dem Doppeleiland im Golf von Guinea ein Tourismusparadies für Mitteleuropäer machen. Stephan Welk, so klar muss man es wohl sagen, wirbt um Investitionsmittel der EU. Die Infrastruktur ist verbesserungswürdig. Schon ein leistungsfähiger internationaler Flughafen könnte eine Kette von Investitionen durch Hotelmultis nach sich ziehen.

São Tomé e Principe ist ein tropisches Paradies. | Quelle: ORF III
São Tomé e Principe ist ein tropisches Paradies.
Quelle: ORF III

 

São Tomé e Principe hat womöglich eine tropische Zukunft jenseits des Kakao!

 

Hinweis: https://tvthek.orf.at/profile/Im-Brennpunkt/3084597

 

Letzte Änderung am Sonntag, 14 Mai 2017 19:46
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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Seit Juni 2017 führt sie auch die Redaktion von HESSEN DEPESCHE.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/68-angela-prokoph-schmitt.html
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