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Gespräch mit der Regionaldirektion Hessen

FDP fordert Arbeits- und Ausbildungsmarkt jetzt für demografische Entwicklung fit zu machen

Freitag, 13 April 2018 12:32 geschrieben von 
Die FDP-Landtagsabgeordneten Die FDP-Landtagsabgeordneten Quelle: FDP Hessen

Wiesbaden – René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und Jürgen Lenders, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, haben sich am 9. April 2018 mit Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, und Petra Kern, Fachbereichsleiterin Arbeitsmarkt und Netzwerke, über die Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Hessen ausgetauscht. Im Fokus stand dabei der Gedanke, wie angesichts der rückläufigen demographischen Entwicklung der erwerbstätigen Bevölkerung dieser Arbeitsmarkt bis 2030 fit für Wachstum und anhaltenden Wohlstand gemacht werden kann.

„Die Freien Demokraten wollen bereits heute die Grundlagen dafür schaffen, dass der heute durchaus gute Arbeits- und Ausbildungsmarkt auch 2030 der Demografie und den damit zu erwartenden gravierenden Fachkräftebedarfen flexibel und innovativ begegnen kann“, sagte Rock. „Hessens Wirtschaft mit ihrer großen Industrie, starken Landwirtschaft und kreativem Dienstleistungssektor braucht auch dann gut ausgebildete Arbeitskräfte, wenn die Zahl der Erwerbstätigen zurückgeht und sich auch in den Ballungsgebieten das Bevölkerungswachstum verlangsamt. Es ist uns auch wichtig, zu verstehen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt hat. Wo werden Berufe substituiert, wo können aber dann auch spannende neue Berufsbilder und Tätigkeitsbereiche entstehen? Auch vernetzte Systeme und Maschinen bedürfen der Entwicklung, Bedienung und Wartung, und diesen permanenten Wandel muss die Politik unterstützen.“.

„Es ist aufschlussreich, dass die Integration von jungen Flüchtlingen selbst bei Gelingen allein den Fachkräftemangel nicht beheben kann. Die demografische Lücke wird nicht durch Geflüchtete behoben, der Ausbildungsmarkt profitiert kurzfristig aber schon“, bemerkte René Rock. „Wir haben heute weder in Deutschland noch in Hessen einen flächendeckenden Fachkräftemangel. Aber es gibt schon jetzt große Engpässe in einzelnen technischen Berufsfeldern, in Bauberufen sowie in Bildungs-, Gesundheits- und Pflegeberufen. Wir brauchen mehr Erzieher, mehr Pfleger, mehr Ärzte und viele Fachberufe in der Industrie. Dafür wird sich die FDP durch Gesetzesanträge schon heute engagieren. Es nützt nichts, wenn wir bis 2030 warten, dann ist es schlichtweg zu spät.“

 

Rock und Lenders wollen durch einen Maßnahmenmix Wachstum im Arbeitsmarkt in Hessen erreichen.

  1. Bestmögliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  2. Gesetzlich gesteuerte Zuwanderung von Fachkräften
  3. Digitalisierung
  4. Bildung, vom gezielten Ausbau frühkindlicher Bildung bis zur Förderung lebenslanger Fortbildung und beruflicher Anpassung
  5. Sprachförderung von Deutsch im Ausland und von Englisch im Inland, damit die Attraktivität Deutschlands nicht an der Sprache scheitert
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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Bis Juli 2017 führte sie auch die Redaktion von HESSEN DEPESCHE.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/68-angela-prokoph-schmitt.html
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