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Vorwurf an „solidarisierende“ Medien

Hessens AfD-Chef Peter Münch beklagt zunehmende Gewalt gegen Mitglieder seiner Partei

Mittwoch, 05 April 2017 22:22 geschrieben von  Johann W. Petersen
Hessens AfD-Chef Peter Münch beklagt zunehmende Gewalt gegen Mitglieder seiner Partei Quelle: AfD-Hessen

Frankfurt am Main – Der hessische AfD-Landesvorsitzende Peter Münch hat sich über die anhaltende Gewalttätigkeit militanter Gegner seiner Partei beklagt. „Darüber dürfen weder Politik noch Medien schweigend hinweggehen oder gar klammheimlich mit den Tätern sympathisieren“, so der Rechtsanwalt aus Bad Homburg am Mittwoch. Erst kürzlich sei es nach einer Veranstaltung mit AfD-Bundessprecherin Frauke Petry in Gladenbach zu Sachbeschädigungen gekommen. Geschädigte waren nach Angaben der AfD unter anderem einige ihrer Mandatsträger des Kreistags Marburg-Biedenkopf.

So hätten unbekannte Täter mehrere Scheiben am Haus des AfD-Fraktionsvorsitzenden und ehemaligen Biedenkopfer Bürgermeisters Karl-Hermann Bolldorf eingeschlagen und die Fassade mit roter Farbe beschmiert. Nur wenige Meter entfernt sei eine Klinkerwand vor einer öffentlichen Sitzbank mit dem Schriftzug „AfD angreifen“ besprüht worden. In derselben Nacht seien außerdem die Heck- und die Frontscheibe am Pkw des Kreistagsmitglieds Reimund Dittmann eingeschlagen und die Außenspiegel zerstört worden.

Ähnliche Vorfälle habe es schon früher gegeben, so Münch. In Hanau sei eine Tagungsgaststätte der AfD mit Wasserbeuteln und Eiern beworfen worden. Das Haus des Hanauer AfD-Politikers Walter Wissenbach sei mit Farbbeuteln beworfen. „Sogar mein eigenes Auto wurde mit grünlicher Säure übergossen und alle vier Reifen zerstochen“, erklärte der hessische AfD-Chef.

Ferner sei in Offenbach das Auto der dortigen AfD-Fraktionsvorsitzenden Christin Thüne nachts demoliert worden. Bundesweit komme es fast täglich zu Störungen, Blockaden, Sachbeschädigungen, Drohungen und Tätlichkeiten gegen AfD-Vertreter oder Gastronomen, die der Partei Räumlichkeiten zur Verfügung stellten.

Münch bedauerte, dass die Medien nicht intensiver über solche Übergriffe berichten würden. Er sei der Ansicht, „dass Journalisten sich oft zu sehr mit der Gesinnung und dem Blickwinkel der linken Szene solidarisieren, anstatt kritisch, aber sachlich über die AfD zu berichten“, erklärte der hessische AfD-Landesvorsitzende.

Letzte Änderung am Mittwoch, 05 April 2017 23:00
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