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Mehrheit für Abkehr vom Doppelpass

Junge Union Hessen kritisiert die CDU Bundesvorsitzende Angela Merkel scharf

Donnerstag, 08 Juni 2017 13:13 geschrieben von 
JU Hessen JU Hessen

Bad Homburg - Auf dem Landestag der Jungen Union (JU) Hessen beschlossen die Delegierten den Antrag „Parteitagsbeschlüsse ernst nehmen- innerparteiliche Demokratie stärken“. Hinter dem nett klingenden Titel steckt jedoch ein ernstes Thema: Mit diesem beschlossenen Antrag kritisiert die JU Hessen „die Bundesvorsitzende der CDU, Dr. Angela Merkel, scharf für ihr Verhalten nach dem letzten Parteitag der Bundespartei in Essen“ bezüglich des Doppelpasses.

Der Hintergrund dieser Kritik ist das undemokratische Verhalten der Bundesvorsitzenden. Nach langer innerparteilicher Diskussion über mehrere Jahre hinweg und intensivem inhaltlichen Ringen auf dem Parteitag selber, beschloss eine Mehrheit die Abkehr vom Doppelpass und eine Zuwendung zum Optionsmodell. Am selben Tag noch erklärte Frau Merkel, dass es mit ihr keine Änderung dieser Regel geben würde. Die JU Hessen fordert deswegen den Bundesvorstand dazu auf „demokratisch herbeigeführte Beschlüsse des Parteitags zu befolgen und als Spitze der Partei nach außen hin zu vertreten.“ Des Weiteren findet die JU Hessen, dass „ein solches Verhalten in höchstem Maße schädigend für die Partei und die innerparteiliche Demokratie ist“.

In der Begründung des Antrages heißt es weiter, dass diese Haltung „ein Schlag ins Gesicht aller Delegierten“ sei, „die zuvor in intensiven inhaltlichen Diskussionen Beschlüsse für die Bundespartei gefasst haben.“ Die Junge Union stellt in ihrer Position klar, dass Meinungsverschiedenheiten natürlich ebenso eine wichtige Grundlagen der Demokratie und auch einer Volkspartei sind. Die Parteivorsitzende dürfe sich jedoch nicht wegen der persönlichen Meinung über das höchste Beschlussorgan einer Partei hinwegsetzen. „Für die Junge Union steht fest: Wenn eine Person die Beschlüsse des Parteitags nicht mittragen kann, dann bleibt für sie nur die Option, sich aus ihrer entsprechenden Funktion zurückzuziehen.“

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Joachim Fuhr

Joachim Fuhr (Jahrgang 1997) machte 2016 sein Abitur an der Freien Christlichen Schule Frankfurt und beginnt im August ein Duales Studium zum Diplom-Finanzwirt an der Hessischen Hochschule für Finanzen und Justiz in Rotenburg an der Fulda.

Im Mai 2017 begann er seine Arbeit für die HESSEN DEPESCHE und schreibt hauptsächlich über Themen aus dem Kreis Offenbach. Des Weiteren ist er Mitglied in der CDU, aktiv im Musikverein Weiskirchen und er engagiert sich in der katholischen Jugendarbeit.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/69-joachim-fuhr.html
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