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Arbeitsplätze erhalten, ein Milliardengrab verhindern

Kohleausstieg verhindern: Alexander Mitsch (WerteUnion) fordert CDU/CSU-Bundestagsfraktion ultimativ auf

Donnerstag, 31 Januar 2019 23:08 geschrieben von  Gabriela Clauter
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Berlin - Die WerteUnion, eine Gruppe Konservativer innerhalb von CDU und CSU, lehnt das von der Kohlekommission vorgelegte Ausstiegskonzept entschieden ab und fordert die CDU/CSU Bundestagsfraktion dazu auf, eine Umsetzung zu verhindern.

Hierzu erklärt der Vorsitzende der WerteUnion, Alexander Mitsch:
„Der von der Kohlekommission vorgeschlagene Kohleausstieg würde zu massiven finanziellen Belastungen des deutschen Steuerzahlers führen.
Aufgrund des geringen Anteils der hocheffizienten deutschen Kohlekraftwerke an der weltweiten CO2 Emission, würde ein weiterer deutscher Alleingang beim Klimaschutz zu keiner spürbaren Klimaverbesserung führen.
Im Rahmen des europäischen CO2 Zertifikathandels ist sogar davon auszugehen, dass in Deutschland eingesparte CO2 Emissionen durch andere EU-Staaten übernommen würden.

Mit dem Kohleausstieg würde somit lediglich ein weiteres Milliardengrab geschaffen, ohne positivere Auswirkungen auf das Klima.
Zudem beinhaltet ein Kohleausstieg große Risiken für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Durch die Abschaltung der Kraftwerke werden rentable Arbeitsplätze vernichtet, ohne dass klar ist, wo und wie neue Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen geschaffen werden können.
Auch ist mit weiter steigenden Energiekosten zu rechnen, was zu einem Verlust an Arbeitsplätzen in energieintensiven Unternehmen führen dürfte.

Aufgrund des überstürzten Atomausstiegs und der ökonomisch und ökologisch sinnlosen Energiewende im Allgemeinen, haben deutsche Unternehmen und Verbraucher bereits heute die weltweit höchsten Energiepreise zu tragen.
Zusätzliche Belastungen für eine klimapolitische Symbolpolitik ohne nachhaltige Auswirkungen auf das Klima, darf es daher nicht geben.
Wir fordern deshalb die CDU/CSU Bundestagsfraktion dazu auf, die Umsetzung des Kohleausstiegs zu verhindern.

Generell gilt, dass die Union wieder den Mut haben muss, sich offen gegen eine rein ideologisch geprägte Klima- und Umweltpolitik zu stellen.
Wir dürfen uns bei diesen Themen nicht länger von den Grünen und ihrer Ökoidiologie treiben lassen, sondern müssen wieder die politische Führung übernehmen und Umweltschutz über Technologieeffizienz voranbringen.“

Versorgungssicherheit nicht gefährden
„In der jüngeren Vergangenheit konnte bereits mehrfach nur knapp ein Blackout im Energienetz unseres Landes verhindert werden. Vielfach musste hierfür Strom aus dem Ausland importiert werden, der oft in ineffizienten und umweltschädlichen Kraftwerken produziert wurde. Zukünftig wäre dies dann noch deutlich häufiger der Fall.
Es ist ist daher unverantwortlich auf die effizientesten Kohlekraftwerke der Welt verzichten zu wollen und noch stärker auf die erneuerbaren Energien zu bauen.
Aufgrund der fehlenden Grundlastfähigkeit, insbesondere aber der Speicherungsmöglichlichkeiten bei den Erneuerbaren, wäre dies ein gefährliches Spiel mit dem Feuer“, führt der Vorsitzende der WerteUnion weiterhin aus.

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