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Publiziert in Politik

Vier neue Zentren für das Projekt Step by Step

Marcus Bocklet (Grüne) betont Hessens Vorreiterrolle bei der Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge

Mittwoch, 12 Juli 2017 19:18 geschrieben von 
Markus Bocklet, Abgeordneter von Bündnis90/Die Grünen im Hessischen Landtag Markus Bocklet, Abgeordneter von Bündnis90/Die Grünen im Hessischen Landtag Quelle: wikimedia.org | Martin Kraft | CC BY-SA 3.0

Wiesbaden – Die Grünen im Hessischen Landtag begrüßen, dass das Land laut Staatssekretär Jo Dreiseitel (Grüne) traumatisierten Flüchtlingen weiter Hilfe anbieten wolle. „Geflüchtete, die ihre Heimat verlassen mussten, haben oft Traumatisches erlebt, einige von ihnen direkte Gewalt und Missbrauch. Wir wissen, Integration kann nur gelingen, wenn Menschen ihre Traumata verarbeiten können. Auch das gehört für uns zu nachhaltiger Integrationspolitik“, so Marcus Bocklet, asyl- und integrationspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion.

Bocklet weiter: „Die Ergebnisse, die wir mit Step by Step gewinnen konnten, wollen wir jetzt in die Fläche bringen. Mit vier psychosozialen Zentren bekommen Geflüchtete in ganz Hessen strukturelle Unterstützung. Damit geht Hessen voran in der Behandlung von traumatisierten Geflüchteten und setzt dafür 1,6 Millionen Euro ein. Das ist bundesweit ein einzigartiges Konzept.“

Besonders wichtig sei den Grünen die Fortführung des Step-by-Step-Projekts durch die neuen vier Zentren, die noch bis Ende 2017 entstehen sollen. Für die Zentren ist das Land in der letzten Abstimmungsphase und wird zeitnah ausschreiben können. In die Ausschreibung werden die im Projekt gemachten Erfahrungen einfließen, um in Zukunft passgenaue Arbeit leisten zu können. „Mit den Zentren konzentrieren wir uns nicht nur auf die unmittelbare Erstaufnahme bei akuten Kriseninterventionen, sondern bieten Betroffenen auch langfristig Hilfe und Unterstützung. Damit haben wir alle Menschen im Blick, die Unterstützung brauchen. Besonders freut uns, dass auch dieses Projekt wissenschaftlich begleitet wird, sodass auch andere Bundesländer davon profitieren können“, erklärte Bocklet abschließend.

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Michael Krug

Michael Krug (Jahrgang 1974) kam vor Jahren aus dem norddeutschen Hamburg nach Sachsen.

Seine alte und seine neue Heimat verbindet die Elbe. Heute pendelt er zwischen Dresden und Frankfurt am Main. Ursprünglich aus der volkswirtschaftlichen Richtung kommend, entwickelte sich der studierte Journalist zu einem Vollblutberichterstatter aus Politik, Medien, Lifestyle, Kultur und Wirtschaft. Seit Mai 2016 gehört er unserer Redaktion an.

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