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SPD-Fraktion: Städtische Baugesellschaft GBO soll sich an der Nassauischen Heimstätte orientieren

Offenbacher SPD lobt Investitionsplanungen der Nassauischen Heimstätte für Wohnungsneubau

Freitag, 30 Dezember 2016 16:02 geschrieben von  Axel Frohmeier
SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Schneider SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Schneider Quelle: SPD Offenbach am Main

Frankfurt am Main/Offenbach am Main - Auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH haben die Gesellschafter am 19. Dezember eine Aufstockung des Eigenkapitals in Höhe von 200.236.267 Euro beschlossen. Beteiligt haben sich sieben Gesellschafter. Der Löwenanteil von 200 Millionen Euro kommt vom Land Hessen als Hauptgesellschafter.

Die zuständige Wohnungsbauministerin und Aufsichtsratsvorsitzende Priska Hinz (Grüne) verband die Kapitalaufstockung mit dem Auftrag an das Unternehmen, den Wohnungsneubau in den nächsten Jahren deutlich auszuweiten. „Das zusätzliche Kapital ist aber auch ein klares Bekenntnis zur Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt als wichtiges Instrument des Landes zur Stabilisierung der Wohnungsmärkte in den Ballungsräumen. Diese Landesbeteiligung steht nicht zur Disposition, im Gegenteil, wir verstärken unser Engagement“, so die Ministerin. Das Kapital wird in vier Jahrestranchen aufgeteilt. Die ersten 50 Millionen Euro sollten noch in diesem Monat überwiesen werden. 

In der überarbeiteten Investitionsplanung der Unternehmensgruppe für die nächsten fünf Jahre stehen nun eine Milliarde Euro für den Wohnungsneubau zur Verfügung, davon über 800 Millionen Euro für Mietwohnungen. Der Leitende Geschäftsführer Thomas Hain sagte dazu: „Mit der Aufstockung des Eigenkapitals können wir in den nächsten fünf Jahren insgesamt 4.900 Wohnungen bauen, vor allem hier in der Rhein-Main-Region. 3.800 werden Mietwohnungen sein, davon ein nicht unerheblicher Teil gefördert.“ 

Von dieser Investitionsplanung profitiert nach Auffassung der örtlichen SPD auch Offenbach am Main. Während anfangs noch unklar gewesen sei, in welchem Umfang sich die Nassauische Heimstätte mit ihrem Neubauprogramm in Offenbach engagieren wolle, sei die jetzt getroffene Entscheidung mit 400 Wohnungen als „sehr gute Entwicklung“ für die Stadt zu bewerten, heißt es vonseiten der Sozialdemokraten. 

Der Offenbacher SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Schneider lobte: „Die Nassauische Heimstätte beweist soziales und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein und bietet bei ihren aktuellen Bauprojekten dreißig Prozent im geförderten Wohnsegment an.“ 

In Offenbach seien in den letzten zwanzig Jahren viele geförderte Wohnungen aus der „sozialen Bindung“ gefallen. Diese Entwicklung werde sich in den nächsten Jahren fortsetzen. „Wir müssen daher durch öffentlichen Wohnungsbau gegensteuern“, forderte Schneider. Dies sei außerordentlich wichtig, weil sich aufgrund der heftigen Mietsteigerungen im Rhein-Main-Gebiet auch Haushalte mit mittlerem Einkommen oft nur noch mit Schwierigkeiten auf dem freien Wohnungsmarkt versorgen könnten. 

Die SPD-Fraktion gehe davon aus, so ihr Vorsitzender Andreas Schneider, dass sich die städtische Baugesellschaft GBO ein Beispiel an der Nassauischen Heimstätte nehmen und als strategischer Wohnbauakteur der Stadt ebenfalls verstärkt in den geförderten Wohnungsbau investieren werde.

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