hessen-depesche.de

Publiziert in Politik

Liberaler beklagt Interessenpolitik zum Wohle von Windkraftbetreibern

René Rock (FDP) wirft Grünen vor, den Natur- und Artenschutz dem Windkraftausbau zu opfern

Freitag, 17 März 2017 21:50 geschrieben von  Axel Frohmeier
Kriege irgendwie noch das Logo der HD ins Bild, Unterzeile: René Rock (FDP) kritisiert "dogmatische Umweltpolitik" Kriege irgendwie noch das Logo der HD ins Bild, Unterzeile: René Rock (FDP) kritisiert "dogmatische Umweltpolitik" Quelle: René Rock, HESSEN DEPESCHE

Wiesbaden/Seligenstadt - Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, René Rock, hat den hessischen Grünen vorgeworfen, „den Natur- und Artenschutz dem Windkraftausbau zu opfern“. Hintergrund ist ein Erlass des Hessischen Umweltministeriums zu verkürzten Mindestabstandsgrenzen von streng geschützten Fledermausarten zu Windkraftanlagen.

Während sich die Grünen beim Bau der A44 in Nordhessen wegen geschützter Fledermäuse noch dafür eingesetzt hätten, dass trotz beträchtlicher Mehrkosten die gesamte Trassenführung verändert wird, spiele der Artenschutz beim grünen Prestigeprojekt des Windkraftausbaus plötzlich keine Rolle mehr, monierte der Politiker aus Seligenstadt. „Die Grünen enttarnen somit ihre eigene Doppelmoral, die nur schwer zu toppen sein dürfte.“

Der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion weist darauf hin, dassdas von den Grünen geführte Umweltministerium per Erlass vom 10. Juni 2016 die im Leitfaden vorgeschriebene Tabuzone von Windrädern zu den Quartierbereichen der Mopsfledermaus auf 1.000 Meter verkürzt hat. Mit Schreiben vom 24. November 2016 habe das Umweltministerium dann das Regierungspräsidium Südhessen angewiesen, nur noch die Einhaltung eines Mindestabstandes von 200 Metern gegenüber Windkraftanlagen zu verlangen.

Die hessischen Grünen hätten die Mindestabstände zum Schutz der Natur um 96 Prozent reduziert, um im Sinne der Windkraftbetreiber noch mehr Anlagen bauen zu können, argumentiert Rock. Der Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Offenbach-Land will bei den Grünen einen politischen Grundkonflikt erkennen: „Die Windkraftideologie sowie die vielen Millionen Euro an Subventionsgeld führen ganz offensichtlich dazu, dass die Grünen ihrem einstigen Anspruch als Partei des Natur- und Artenschutzes zuwiderhandeln und die berechtigten Sorgen der Naturschützer in den Wind schlagen.“

Letzte Änderung am Freitag, 17 März 2017 22:23
Artikel bewerten
(8 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

Redaktion