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Digitalisierung in der Pflege bringt Entlastung für Fachkräfte

Wahlkämpfer René Rock (FDP) besucht Pflegeheim der Korian-Gruppe in Dreieich

Montag, 01 Oktober 2018 19:13 geschrieben von  Gabriela Clauter
René Rock (FDP) besucht das Pflegeheim Ulmenhof im Dreieicher Stadtteil Sprendlingen René Rock (FDP) besucht das Pflegeheim Ulmenhof im Dreieicher Stadtteil Sprendlingen Quelle: FDP Hessen

Dreieich – René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und deren sozialpolitischer Sprecher, hat am 26. September 2018 das Senioren-Pflegeheim Ulmenhof in Dreieich-Sprendlingen besucht.  In der zur Korian-Gruppe gehörenden Einrichtung informierte sich Rock über die Chancen und konkreten Anwendungsgebiete der Digitalisierung in der Pflege und diskutierte gemeinsam mit Regionalleiter Martin Grünitz, Einrichtungsleiter Reinhold Wischnewski, Pflegedienstleiterin Jenny Sömmer und anderen Fachkräften darüber, wie das elektronische Management von Daten und Arbeitsabläufen, neue Lern- und Spielmedien und auch erste Versuche mit Betreuungsrobotern das Dokumentationsmanagement, die medizinische Versorgung , Pflegetätigkeiten und und eine vielfältige, zugewandte Betreuung intensiv verbessern und unterstützen können.

„Ich bin nun schon sehr lange in der Sozialpolitik beheimatet“, sagte René Rock. „Die Pflege unserer immer älter werdenden Bevölkerung durch hochqualifizierte Fachkräfte und eine intensive persönliche Zuwendung in den letzten Jahren eines Lebens sind in unserer Gesellschaft extrem wichtig und herausfordernd.  Ich will sehen, wie die Digitalisierung, d.h. ein elektronisches Daten- und Patientenmanagement, einschl. einer optimalen medizinischen Versorgung, die Fachkräfte unterstützen und ihnen mehr Zeit für den Menschen ermöglichen kann.“

„In der Tat sind unsere Pflegefachkräfte ein sehr kostbares Gut. Der Anstieg von pflegebedürftigen Senioren ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Um diese zu meistern, brauchen wir Menschen, die sich langfristig engagieren und auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Die Digitalisierung hilft uns dabei, sie bei Dokumentationsarbeiten deutlich zu entlasten und die medizinischen Aufgaben bzw. die gesamte Leistungsplanung präzise zu managen“, ergänzte Regionalleiter Grünitz. „Wünschenswert wäre jetzt noch ein besseres Schnittstellenmanagement mit den Arztpraxen und Krankenhäusern, damit die Pflege für jeden Einzelnen optimal organisiert werden kann.“

Rock zeigte sich beeindruckt von Dokumentation und Organisation der Pflegebetreuung und Tagesabläufe. „Es ist für mich sehr deutlich, wie exakt Aufgaben verfolgt und medizinische Vorgaben erfüllt werden können. Die Digitalisierung trägt zur Qualitätssteigerung bei und natürlich haben die Pflegefachkräfte dann auch die so wertvolle Zeit für die Bewohner des Ulmenhofs. Aber auch die Tablets faszinieren mich. Sie ermöglichen es den Fachkräften mit einer großen Methodenvielfalt vorhandene Fähigkeiten zu fordern und zu fördern und die Freude am Denken und an Kreativität aufrechtzuerhalten. Der Betreuungsroboter stellt für mich dann noch einmal einen ganz anderen Weg der Kommunikation und Animation dar. Sie haben als privater Anbieter hier zukunftweisende Wege eingeschlagen. Ich bin überzeugt, dass wir durch die Integration von Arztpraxen und Krankenhäusern eine wirklich Kommunikation zum Wohle der pflegebedürftigen Senioren erreichen werden.“

„Am Ende muss die Qualität stimmen“, schloss Grünitz. „Roboter werden in der Pflege nicht die Menschen ersetzten, sondern vor allem in der Arbeit mit Demenzkranken wertvolle Dienste leisten. Die Digitalisierung kann aber Abläufe, wichtige Informationen, Leistungen und Pflegeanforderungen so effizient und fehlerfrei organisieren helfen, dass sich unsere engagierten Pflegekräfte verstärkt wieder dem Menschen selbst zuwenden können.“

Das Haus Ulmenhof Dreieich-Sprendlingen bietet vollstationäre Pflege und Kurzzeitpflege für insgesamt 75 Bewohner. Eine Pflege von an Demenz erkrankten Menschen ist integriert. Korian ist einer der erfahrensten Anbieter für professionelle Pflege und Betreutem Wohnen älterer Menschen in Europa. Das französische Unternehmen betreibt insgesamt mehr als 234 Pflegeeinrichtungen und knapp 30 Ambulante Dienste in Deutschland.

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