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An Hessens CDU-Basis brodelt es gewaltig

WerteUnion: Sebastian Reischmann fordert Angela Merkel zum Rücktritt auf

Samstag, 10 Februar 2018 17:05 geschrieben von 
Sebastian Reischmann führt den Widerstand innerhalb der CDU Hessen gegen Angela Merkel an Sebastian Reischmann führt den Widerstand innerhalb der CDU Hessen gegen Angela Merkel an Quelle: WerteUnion

Wiesbaden - Die WerteUnion Hessen zeigt sich verwundert über die jüngste Berichterstattung in der FAZ, die am Samstag (10.02.) darüber berichtete, dass es in der CDU-Hessen keine Kritik an der Koalitionsvereinbarung gäbe. „An Hessens CDU-Basis brodelt es gewaltig“, so der  Landesvorsitzende Sebastian Reischmann. Der gesamte Landesvorstand der WerteUnion sehe im aktuellen INSA-Meinungstrend, der am Montag dieser Woche veröffentlicht wurde, ein klares Signal der Wähler gegen eine große Koalition. CDU und CSU verloren bei der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche drei Prozentpunkte und fielen auf 30,5 Prozent.

Der Landesvorsitzende der WerteUnion Hessen, spricht nach den unaufhörlichen Wendehalsmanövern von Schulz und seiner SPD von der „Götterdämmerung“, das Ergebnis der Umfrage sei „ein deutlicher Weckruf an die Hessen-CDU“ und die Chance für seine Partei, den Wählerwillen wieder ernst zu nehmen. „Nur ohne Angela Merkel und ihren widerspruchslosen engsten Führungskreis kann die CDU wieder mehr als 40 Prozent der Wähler erreichen“, so ist sich Reischmann sicher. „Zweifelsfrei hat Merkel einiges geleistet, jetzt ist es aber an der Zeit nicht weiter auf Sicht zu steuern, sondern mit einer klaren Strategie wieder die bürgerliche Mitte und die Leistungsträger unserer Gesellschaft in den Fokus der Politik der Union zu rücken“, unterstreicht Reischmann seinen Anspruch an die eigene Partei.

„Die CDU muss nun die Kraft entwickeln, die Verantwortlichen für das schlechteste Wahlergebnis seit 1949 bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 und das anhaltende Umfragetief zu benennen“, kommentiert der Landesvorsitzende der WerteUnion die neuen Daten des Meinungsforschungsinstituts. Die SPD war in der Umfrage auf den neuen Negativrekordwert von 17 Prozent abgesackt. „Merkel bestätige mit jedem weiterem Tag, an dem sie an ihren Ämtern kleben bleibt, das Abrücken von der eigenen Basis“, so Reischmann.

Die WerteUnion Hessen fordert den hessischen CDU-Landesvorsitzenden, stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden und hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier dazu auf, die Lage nicht weiter schönzureden und sich zumindest vorübergehend an die Spitze der CDU-Deutschlands zu setzen und eine grundlegende personelle und inhaltliche Erneuerung der gesamten Partei einzuleiten.

Das Erbe Roland Kochs und der erfolgreichen Regierungsarbeit der hessischen CDU seit 1999 dürfe nicht Merkels Machterhaltungstrieb geopfert werden, „das setzt aber eigenes Handeln und eine Rückkehr zu einer liberalen Politik der sozialen Marktwirtschaft, mit einem auf Eigenverantwortlichkeit basierenden christlichen Menschenbild voraus“, appelliert Reischmann an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Reischmann ist es wichtig, dass die erfolgreiche Regierungsarbeit der Hessen-CDU bei der anstehenden Landtagswahl fortgesetzt werden könne. „Die WerteUnion wird den Landtagswahlkampf aktiv im Sinne der Parteibasis flankieren“, so Sebastian Reischmann abschließend.

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Jörg Pollert

Jörg Pollert (Jahrgang 1968) ist Handelsfachwirt. Er studierte Deutsch, Mathematik und Sport an der Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Von März 2016 bis März 2018 schrieb er für die Redaktion von HESSEN DEPESCHE als leitender Redakteur. Pollert ist passionierter Handballer und begleitet den Regionalsport immer wieder mit seiner kompetenten Berichterstattung.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/54-jörg-pollert.html
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