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Nach Ellwangen:

Auch in Gießen gezielter Angriff auf Polizeibeamte durch Migranten?

Dienstag, 08 Mai 2018 19:52 geschrieben von 
Auch in Gießen gezielter Angriff auf Polizeibeamte durch Migranten? Quelle: xy

Gießen - Die Nachricht aus der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Ellwangen (Baden-Württemberg) sorgte bundesweit für Entsetzen: Asylbewerber hatten sich zusammengerottet und Polizisten derart bedrängt und genötigt, dass diese schließlich die Schlüssel für die Handschellen eines zuvor verhafteten abgelehnten Asylbewerbers herausrücken und unverrichteter Dinge abziehen mussten. Bei einem darauffolgenden Polizeieinsatz mit mehr als 100 beteiligten Beamten wehrten sich einige Bewohner der Anstalt erneut gewaltsam gegen die Beamten. Spätere Ermittlungen ergaben: Die Asylbewerber hatten sich zusammengerottet, um künftige Polizeiaktionen gezielt zu verhindern.

Ohne ersichtlichen Grund: Fünf Personen greifen Polizei bei Verkehrskontrolle an

Nun scheint sich die Geschichte – wenn auch in zahlenmäßig geringerem Umfang – in Gießen wiederholt zu haben. Bereits am vergangenen Sonntag um 5 Uhr morgens eskalierte die Lage bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle in der Bahnhofsstraße völlig. Während die Kontrolle eines BMWs und seiner Insassen zunächst problemlos verlief, mischten sich ohne erkennbaren Grund fünf unbeteiligte Personen ein, störte die Polizeiarbeit und griff die Beamten sogar tätlich an. Diese mussten sich mit Pfefferspray und Schlagstock zur Wehr setzen, sodass schließlich sieben weitere Streifenwagen zur Verstärkung anrücken mussten.

Auffällig: Die sinnlose Tat wurde gefilmt

Die Personalien der kurz darauf festgenommenen Schläger erfüllen derweil alle Klischees: Drei der jungen Männer kommen aus Dillenburg und besitzen die türkische Staatsbürgerschaft. Die anderen beiden sind minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aus Afghanistan und Somalia und ebenso wie die drei Türken schon lange polizeibekannt, was offenbar bislang nicht zu einer Abschiebung geführt hat. Besonders auffällig: Die Täter filmten die an sich sinnlose Tat, es ging anscheinend um einen gezielten Angriff auf die Polizei.

Auf freien Fuß gesetzt

Die Gießener Kripo hat ein Verfahren wegen Landfriedensbruch, Widerstand und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Trotz der erheblichen Tatvorwürfe wurden alle Verdächtigen unmittelbar wieder freigelassen. Ein Haftbefehl wurde nicht beantragt, da aus Sicht der lokalen Polizei kein Haftgrund bestanden habe, ergab eine Anfrage der HESSEN DEPESCHE beim Pressesprecher des Polizeipräsidiums Gießen.

Zeugen des Vorfalls melden sich bitte bei der Kriminalpolizei in Gießen unter der Rufnummer 0641 - 7006 2555.

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Robin Classen

Robin Classen (Jahrgang 1991) hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert und ist seit 2008 als freier Journalist tätig.

Er ist politisch in der AfD aktiv und widmet auch seine Freizeit als Mitglied eines Vereins für internationale Brieffreundschaften dem Schreiben.

Seine Artikel behandeln bevorzugt politische Themen. Er versteht sich jedoch als journalistischer Allrounder mit einem breiten Themenspektrum.

Seit Juni 2016 gehört er der Redaktion von HESSEN DEPESCHE an.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/62-robin-classen.html
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