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Änderungsantrag zur Bebauung des Postareals

Bad Homburg: Andreas Sell (AfD) sieht weitsichtige Bauchance durch Anti-AfD-Block im Rathaus vertan

Freitag, 16 September 2016 17:44 geschrieben von 
Andreas Sell von der AfD Bad Homburg Andreas Sell von der AfD Bad Homburg Quelle: AfD Hochtaunus, HESSEN DEPESCHE

Bad Homburg - Mit der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung wurde der Änderungsantrag der AfD zur Bebauung des Postareals abgelehnt. Dieser sah vor, dass für den Fall der Nicht-Realisierbarkeit des Kinocenters die Option offen gehalten wird, den Bau eines Rathauses auf dem Gelände zu prüfen.

Die Chance scheint aus Sicht der AfD nun vertan, was Andreas Sell, Bau-Sprecher der AfD-Fraktion sehr bedauert.

Die aktuelle Situation des Rathauses sei unbefriedigend und bedarf dringend einer Lösung. Andreas Sell: "Die Option einer Mietvertragsverlängerung wurde im vergangen Jahr verschlafen, derzeit befindet sich das Rathaus in einem vertragsfreien Zustand und bisher bekannte Alternativen sind allesamt Flickwerk und stellen keine gute Lösung dar."

Der Standort Postareal sei eine einmalige Gelegenheit, zukünftig ein stadteigenes Rathausgebäude auf stadteigenem Grund  zu realisieren. Ein Rathaus-Neubau dort könne optimal an die Bedürfnisse der Stadtverwaltung angepasst werden, es entfallen Mietzahlungen an Dritte und die Lage sei ebenfalls optimal. Die Stadt solle daher nicht nur den in der gestrigen Stadtveordnetenversammlung gefassten Plan, einen Investor für einen Komplex bestehend aus Kino, Diskothek, Räumen für die Stadtwerke finden, sondern auch gleichzeitig prüfen wie das Rathaus am Standort Post-Areal errichtet, sowie eine alternative räumliche Lösung für die Stadtwerke gefunden werden könne.

Andreas Sell: "Ob nämlich überhaupt ein Investor zu den jetzigen Bedingungen das Kino-Projekt bauen wird ist mehr als fraglich. Ohne städtische Mietgarantien oder überproportionale Mietausgaben der Stadtwerke wird kein Investor ein defizitäres Kino bauen. Was spricht also dagegen, einen Plan B zu haben?"

Über Hintergründe zur Ablehnung des Antrag hat Andreas Sell seine eigenen Gedanjen: "Obwohl die Annahme des Änderungsantrages für die nun beschlossene Vorlage völlig unschädlich gewesen wäre, scheint mal wieder zu gelten, dass nicht wichtig ist, ob ein Vorschlag gut ist, sondern von wem er kommt."

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