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Eberstädter Bezirksverwalter will sich jetzt „vielleicht bei UFFBASSE oder UWIGA“ engagieren

Darmstadt: OB-Kandidat Achim Pfeffer aus der SPD ausgeschlossen

Montag, 20 März 2017 02:16 geschrieben von 
Achim Pfeffer, parteiunabhängiger Kandidat zur OB-Wahl in Darmstadt Achim Pfeffer, parteiunabhängiger Kandidat zur OB-Wahl in Darmstadt Quelle: Achim Pfeffer

Darmstadt – Der bei der Oberbürgermeisterwahl in Darmstadt als Parteiunabhängiger angetretene Kandidat Achim Pfeffer wurde aus der SPD ausgeschlossen. Dies entschied das Schiedsgericht des SPD-Bezirks Hessen-Süd wenige Tage vor der OB-Wahl. Grund für den Parteiausschluss ist die Kandidatur Pfeffers in Konkurrenz zu SPD-Kandidat Michael Siebel.

Verschiedene Medien hatten berichtet, dass Pfeffer ursprünglich vorhatte, auf dem Nominierungsparteitag der Darmstädter SPD gegen Siebel zu kandidieren. Im Interview mit HESSEN DEPESCHE bestritt er dies: „Eine Kampfkandidatur auf dem SPD-Nominierungsparteitag hat in meinen Überlegungen nie eine Rolle gespielt. Bei meiner parteiinternen Bewerbung Mitte Juli 2016 – auf die erst Mitte September 2016 eine Reaktion erfolgt ist – habe ich schon damals in derselben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass ich mich mit einer unabhängigen Kandidatur schon bei der letzten OB-Wahl vor sechs Jahren befasst habe. Diese Vorgehensweise hatte ich auch schon vor meiner internen SPD-Bewerbung in mir gehabt. In meiner Bewerbung habe ich auch darauf hingewiesen. Als der SPD-Vorstand sich bei einer Unterbezirksvorstandssitzung dann für Michael Siebel ausgesprochen hat – ohne mich zuvor anzuhören –, war für mich klar, dass ich meine Bewerbung zurückziehe, was ich auch dann getan habe. Es ist somit verständlich und nachvollziehbar, dass ich mein ursprüngliches Vorgehen wieder habe aufleben lassen, nämlich, aus der Bürgerschaft Unterstützerunterschriften zu sammeln, um kandidieren zu können (www.hessen-dep...ein-fehler.html).

Armin Pfeffer, der seit 1985 SPD-Mitglied war, erklärte am Freitag laut einem Bericht des „Darmstädter Echos“, er habe „kein Verständnis“ für den Parteiausschluss. In Zeiten von OB-Direktwahlen seien solche Bestimmungen überholt. Gegen die Entscheidung des SPD-Bezirksschiedsgerichts will er aber offenbar nicht vorgehen. Er denke weiterhin „sozialdemokratisch und sozial“, erklärte Pfeffer gegenüber dem „Echo“, und wolle sich nun womöglich in einer anderen Gruppierung engagieren, „vielleicht bei UFFBASSE oder UWIGA“.

Letzte Änderung am Montag, 20 März 2017 17:14
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Michael Krug

Michael Krug (Jahrgang 1974) kam vor Jahren aus dem norddeutschen Hamburg nach Sachsen.

Seine alte und seine neue Heimat verbindet die Elbe. Heute pendelt er zwischen Dresden und Frankfurt am Main. Ursprünglich aus der volkswirtschaftlichen Richtung kommend, entwickelte sich der studierte Journalist zu einem Vollblutberichterstatter aus Politik, Medien, Lifestyle, Kultur und Wirtschaft. Seit Mai 2016 gehört er unserer Redaktion an.

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