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Publiziert in Frankfurt und Taunus

Schlacht bei Höchst 1622

Hochtaunus: Geschichtstag für Taunus und Main zum Dreißigjährigen Krieg

Donnerstag, 08 März 2018 20:14 geschrieben von 
Schlacht bei Höchst 1622, zeitgenössische Grafik Schlacht bei Höchst 1622, zeitgenössische Grafik Quelle: Kreisarchiv Hochtaunuskreis

Hochtaunus - Freunde der Orts- und Regionalgeschichte sind für Samstag, 14. April, nach Oberursel eingeladen. Dort findet der achte Geschichtstag für Taunus und Main statt. Er ist in diesem Jahr ganz dem Dreißigjährigen Krieg gewidmet, dessen Ausbruch sich 2018 zum 400. Mal jährt.

Die Besucher erwartet ein hochkarätiges Programm. Fünf Vorträge werden die Epoche des Dreißigjährigen Kriegs am Main und im Taunus aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Den Anfang macht Erhard Bus, der darüber sprechen wird, wie der Dreißigjährige Krieg in der Orts- und Regionalgeschichte heute erforscht und dargestellt werden kann. Barbara Dölemeyer lenkt den Blick auf die Anfangszeit der 1622 eingerichteten Herrschaft Hessen-Homburg, die sie als „Territorienbildung im Krieg“ beschreibt.

Dieter Reuschling stellt die schwedische Herrschaft im Kurfürstentum Mainz vor: Gustav Adolf versuchte seit 1631, den Kurstaat, zu dem weite Teile des Taunus- und Maingebietes zählten, in ein weltliches Territorium unter schwedischer Herrschaft umzuwandeln. Auf ein zentrales militärgeschichtliches Ereignis geht Wolfgang Metternich ein: die Schlacht bei Höchst 1622, bei der die Truppen der katholischen Liga einen wichtigen Sieg gegen den Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel erringen konnten. Und schließlich widmet sich Holger Th. Gräf der Kunstgeschichte und zeigt anhand von Matthäus Merian und Valentin Wagner „Nostalgie und Verdrängung als künstlerische Bewältigungsstrategien“.

Im Anschluss an das Vortragsprogramm begeben sich die Teilnehmer des Geschichtstages auf Spurensuche in der Stadt: Andrea Bott, Renate Messer und Marion Unger zeigen und erläutern Spuren des Dreißigjährigen Krieges in der Altstadt, im Vortaunus-Museum und im Stadtarchiv Oberursel. Der Abschluss des Tages ist dann der Musik gewidmet. In der St. Ursula-Kirche erklingt Instrumental- und Vokalmusik aus dem 17. Jahrhundert. Für Musikfreunde, die nur das Konzert besuchen möchten, sind Karten zum Preis von 10 Euro an der Abendkasse erhältlich.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr; im Teilnehmerbeitrag von 15 Euro (inklusiveKonzert 25 Euro) ist auch ein Mittagsimbiss enthalten. Informationen und Anmeldung beim Kreisarchiv des Hochtaunuskreises, Tel. 06172/999-4610 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Unter www.hvrmt.de oder www.hochtaunuskreis.de kann der Programm- und Anmeldeflyer heruntergeladen werden.


Info:

Der „Geschichtstag für Taunus und Main“ wird seit 2011 jährlich von der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Hochtaunuskreises und dem Historischen Verein Rhein-Main-Taunus gemeinsam veranstaltet. Er widmet sich an wechselnden Orten jeweils einem wichtigen Thema, das die Geschichte des Taunus und des Untermains besonders geprägt hat. Unterstützt werden die Vereine durch das Amt für Jugend, Schulen und Kultur des Main-Taunus-Kreises sowie das Kreisarchiv des Hochtaunuskreises. Beim diesjährigen Geschichtstag ist außerdem der Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberursel (Taunus) als Partner beteiligt.

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Jörg Pollert

Jörg Pollert (Jahrgang 1968) ist Handelsfachwirt. Er studierte Deutsch, Mathematik und Sport an der Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Von März 2016 bis März 2018 schrieb er für die Redaktion von HESSEN DEPESCHE als leitender Redakteur. Pollert ist passionierter Handballer und begleitet den Regionalsport immer wieder mit seiner kompetenten Berichterstattung.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/54-jörg-pollert.html
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