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Publiziert in Frankfurt und Taunus

VHT Verantwortliche informieren sich über Instandsetzungsarbeiten

Hochtaunus: Hasselborner Tunnel -Arbeiten liegen im Zeitplan

Donnerstag, 16 August 2018 19:50 geschrieben von  Gabriela Clauter
Hochtaunus: Hasselborner Tunnel -Arbeiten liegen im Zeitplan Quelle: VHT

Grävenwiesbach - Seit Ende Juni läuft die zweite Phase der Sanierung des Hasselborner Tunnels nördlich von Grävenwiesbach. Landrat Ulrich Krebs (CDU) der zugleich Verbandsvorsitzender des Verkehrsverbandes Hochtaunus ist, ErsterKreisbeigeordneter Uwe Kraft als Verkehrsdezernent des Hochtaunuskreises,der Grävenwiesbacher Bürgermeister Roland Seel in seiner Funktion als stellvertretender VHT-Verbandsvorsitzender und der Bad Homburger Bürgermeister Meinhard Matern (CDU), der die Stadt Bad Homburg als Mitglied des Verbandsvorstandes vertritt, nahmen dies zum Anlass um sich über den Baufortschritt vor Ort zu informieren. Bei einer Begehung derBaustelle verschafften sich die Verantwortlichen einen umfassenden Überblick von den Bauarbeiten zur Erhaltung des Tunnels.

Der Hasselborner Tunnel liegt nördlich von Grävenwiesbach, weist bereits eine Nutzungsdauer von 110 Jahren auf, ist 1.300 Meter lang und in 161 Baublöcke unterteilt.

Der Streckenabschnitt zwischen Grävenwiesbach und Brandoberndorf wurde im Jahre 1999 vom VHT erworben und für den Eisenbahnverkehr reaktiviert. Seit diesem Zeitpunkt wird der Eisenbahn-Tunnel wieder täglich befahren. Im Rahmen der turnusgemäßen Begutachtung des Tunnels im Jahr 2015 hatte sich gezeigt, dass sich der bauliche Zustand in Teilabschnitten massiv verschlechtert hat. Das Hauptproblem stellten Schäden am Mauerwerk dar, die durch unkontrollierten Wassereintritt verursacht worden sind. In der kalten Jahreszeit führte dies zu starker Eisbildung.

Auf Basis der gutachterlichen Prüfungen war festzuhalten, dass zeitnah eine Sanierung  vorgenommen werden muss, um den Tunnel langfristig für den Bahnbetrieb zu erhalten. Infolgedessen wurde im Auftrag des VHT durch Tunnelspezialisten ein mehrstufiges Sanierungskonzept erarbeitet, das von den VHT-Gremien beschlossen wurde und derzeit umgesetzt wird.

Die erste Sanierungsstufe wurde bereits im Jahr 2016 umgesetzt. Seit 22. Juni 2018 wird nun die zweite Phase des insgesamt fünfstufigen Sanierungsplans durchgeführt.Die durchzuführenden Maßnahmen beinhalten Injektions- und Verankerungsarbeiten sowie Fräsungen, Einbau einer Drainage, Einbau einer Abdichtung und einer bewehrten Spritzbetonschale. Die Sanierungsarbeiten in dieser Phase erstecken sich auf 130m Länge.

„Bei solch einem historischen Bauwerk gibt es keine Blaupause für Sanierungsverfahren. Die Maßnahmen zur Stabilisierung und Entfeuchtung des Tunnelgewölbes müssen individuell erprobt werden“, erläutert VHT-Geschäftsführer Frank Denfeld. „Alle am Projekt Beteiligten arbeiten unter Hochdruck.“Ziel ist es, das Eindringen von Wasser langfristig und dadurch verursachten weiteren Schäden zu verhindern. Nach Abschluss der Gesamtmaßnahme sind dann alle derzeit bekannten Schäden im Tunnel saniert und 250 m mit einer Spitzbetonschale versehen.

Die Begutachtung des bereits vor zwei Jahren sanierten Tunnelabschnitts zeigt, dass die im ersten Schritt erprobten Maßnahmen wirken.Es sind keine Probleme mit Feuchtigkeit mehr festzustellen. „Wir investieren rund 10,6 Millionen Euro in den dauerhaften Erhalt der Infrastruktur. Die Sanierung des schadhaften Tunnels verbessert die Verkehrssicherheit und schützt das Bauwerk langfristig vor Schäden, damit der Bahnbetrieb auf Dauer gesichert werden kann“, so VHT-Chef Ulrich Krebs. Bis zum Ende der 41. Kalenderwoche sollen die Arbeiten beendet sein, damit die Taunusbahn wieder ganz normal rollen kann.

Über die Sanierung des Tunnels hinaus investiert der VHT jährlich mehrere Millionen Euro in die Infrastruktur der knapp 37 Kilometer langen Eisenbahnstrecke zwischen Friedrichsdorf und Brandoberndorf.

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