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Absolute Mehrheit mit 50,4 Prozent knapp erreicht

Grüner Jochen Partsch bleibt Oberbürgermeister von Darmstadt

Montag, 20 März 2017 02:29 geschrieben von 
Jochen Partsch (Grüne), Oberbürgermeister von Darmstadt Jochen Partsch (Grüne), Oberbürgermeister von Darmstadt Quelle: Jochen Partsch

Darmstadt – Der amtierende Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) darf auch in den kommenden sechs Jahren auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen. Denkbar knapp mit 50,4 Prozent setzte sich der 54-Jährige am Sonntag im ersten Wahlgang gegen seine insgesamt acht Mitbewerber durch. Die Darmstädter CDU verzichtete zugunsten ihres grünen Koalitionspartners zum ersten Mal überhaupt auf einen eigenen OB-Kandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei ausbaufähigen 43,9 Prozent.

Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz hinter Partsch landete der SPD-Kandidat und Landtagsabgeordnete Michael Siebel, der in der einstigen Hochburg der Sozialdemokraten nur magere 16,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Einen beachtlichen Erfolg erzielte hingegen Kerstin Lau von UFFBASSE, die mit 12,4 Prozent das Ergebnis ihrer Wählervereinigung bei der Kommunalwahl 2016 fast verdoppeln konnte. Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung erreichte UFFBASSE 7,7 Prozent und fünf Sitze.

Alle übrigen Kandidaten blieben deutlich unter zehn Prozent: Christoph Hentzen (FDP) erreichte 5,6 Prozent, Uli Franke (Linke) 4,3 Prozent, Helmut Klett (UWIGA) 4,2 Prozent, Hans Mohrmann (AfD) unerwartet schwache 4,0 Prozent, Achim Pfeffer (unabhängig) 1,9 Prozent und Thorsten Przygoda (unabhängig) 0,6 Prozent.

Während OB-Kandidat Achim Pfeffer wegen seines Antritts in Konkurrenz zu Siebel inzwischen aus der SPD ausgeschlossen wurde, hat die AfD offenbar ein Parteiausschlussverfahren gegen ihren auch innerparteilich umstrittenen Kandidaten Hans Mohrmann eröffnet.

Der Senior unter den OB-Bewerbern hatte vor allem mit einem als frauenfeindlich angesehenen Post für Verärgerung gesorgt. Mohrmann wollte dies als Satire verstanden wissen. Im Interview mit HESSEN DEPESCHE verteidigte er den Beitrag (https://www.hessen-dep...finanzen.html). Der Post wurde von der AfD nun offenbar zum Anlass für den angestrebten Ausschluss genommen. Wir werden in Kürze weitere Informationen zu dem Fall veröffentlichen.

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Michael Krug

Michael Krug (Jahrgang 1974) kam vor Jahren aus dem norddeutschen Hamburg nach Sachsen.

Seine alte und seine neue Heimat verbindet die Elbe. Heute pendelt er zwischen Dresden und Frankfurt am Main. Ursprünglich aus der volkswirtschaftlichen Richtung kommend, entwickelte sich der studierte Journalist zu einem Vollblutberichterstatter aus Politik, Medien, Lifestyle, Kultur und Wirtschaft. Seit Mai 2016 gehört er unserer Redaktion an.

Webseite: https://www.hessen-depesche.de/show/author/60-michael-krug.html
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