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Bericht der HESSEN DEPESCHE sorgt für kommunalpolitisches Echo

Hainburg: Horst Winter (Grüne) kritisiert Breitband-Erklärung der CDU

Freitag, 20 Januar 2017 02:28 geschrieben von 
Horst Winter von Bündnis90/Grüne aus Hainburg Horst Winter von Bündnis90/Grüne aus Hainburg Quelle: GRÜNE Hainburg

Hainburg – Die Hainburger Grünen haben das „Eigenlob“ der örtlichen CDU im Hinblick auf den Ausbau des schnellen Internets kritisiert. Die Union um ihren Partei- und Fraktionschef Jürgen Harrer erwecke den Eindruck, als habe sie den Breitbandausbau erreicht, so Grünen-Fraktionsmitglied Horst Winter, der auch im Bauausschuss der Gemeinde sitzt. „Alle Fraktionen in der Gemeindevertretung haben dem Breitbandausbau zugestimmt. Ein besonderer Beitrag der CDU ist nicht erkennbar“, bemängelte Winter, der die Union hier eher als Bremser sieht.

Schließlich habe die Hainburger CDU-Fraktion einen Antrag der Grünen abgelehnt, in dem auch der Breitbandausbau im Klein-Krotzenburger Wohngebiet auf 50 bis 100Mbit/s gefordert wurde, so Winter. Die CDU habe dies damit begründet, dass jenes Wohngebiet bereits vollständig versorgt sei. Ob die Telekom den Ausbau des schnellen Internets dort vorantreibe, sei noch offen. Außerdem sagte der grüne Kommunalpolitiker: „Wir erwarten vom künftigen Bürgermeister Alexander Böhn, dass er sich bei der Breitbandversorgung nicht nur für die Gewerbetreibenden, sondern für alle Bürger und deren Interessen einsetzt. Er ist der Bürgermeister von allen Hainburgern und wird auch von allen bezahlt.“ 

Die Grünen um Horst Winter reagierten mit ihrer Stellungnahme offenbar auf den Bericht der HESSEN DEPESCHE vom 9. Januar 2017 mit dem Titel „Jürgen Harrer reklamiert Breitbandausbau als Erfolg für seine CDU“ (https://www.hessen-depesche.de/regional/hainburg-jürgen-harrer-reklamiert-breitbandausbau-als-erfolg-für-seine-cdu.html). Darin hatten wir allerdings auch darauf hingewiesen, dass der amtierende Bürgermeister der Stadt Rödermark, Roland Kern (Grüne), ähnlich verfährt wie Jürgen Harrer und seine CDU in Hainburg. 

HESSEN DEPESCHE als überparteiliches und unabhängiges Nachrichtenportal hatte in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen: „Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Breitbandausbau stets den politischen Kräften zugutekommt, die jeweils am Ruder sind, obwohl sie dafür vergleichsweise wenig getan haben. Ohne das wirtschaftliche Engagement des Grundversorgers Telekom hätten schließlich auch die Bürgermeister im Kreis Offenbach – egal von welcher Partei – wohl noch länger auf schnelles Internet warten müssen.“

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Michael Krug

Michael Krug (Jahrgang 1974) kam vor Jahren aus dem norddeutschen Hamburg nach Sachsen.

Seine alte und seine neue Heimat verbindet die Elbe. Heute pendelt er zwischen Dresden und Frankfurt am Main. Ursprünglich aus der volkswirtschaftlichen Richtung kommend, entwickelte sich der studierte Journalist zu einem Vollblutberichterstatter aus Politik, Medien, Lifestyle, Kultur und Wirtschaft. Seit Mai 2016 gehört er unserer Redaktion an.

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