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Publiziert in Regional

Das Offenbacher Kandidatenkarussell nimmt Fahrt auf

Kandidaten von CDU, SPD, Grünen, AfD und Piraten wollen OB-Wahl in Offenbach gewinnen

Freitag, 17 März 2017 21:37 geschrieben von  Axel Frohmeier
Wappen der Stadt Offenbach am Main Wappen der Stadt Offenbach am Main

Offenbach am Main - Fünf Kandidaten wollen im Herbst 2017 neues Stadtoberhaupt in Offenbach am Main werden.

Die CDU war die erste Partei, die einen Personalvorschlag für die Nachfolge von Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) präsentierte. Jutta Nothacker, frühere Bürgermeisterin von Glashütten und ehemalige Erste Kreisbeigeordnete des Rheingau-Taunus-Kreises, sollte für die Christdemokraten das Rathaus zurückerobern. Wegen einer Erkrankung hat sie dieser Tage jedoch ihren politischen Rückzug erklärt. Stattdessen geht Kämmerer Peter Freier für die CDU ins Rennen und versucht die Scharte seiner erfolglosen Oberbürgermeisterkandidatur von 2011 auszuwetzen. 

Als Amtsinhaber Horst Schneider im Januar den örtlichen SPD-Vorstand darüber informierte, dass er zur nächsten Oberbürgermeisterwahl aus Altersgründen nicht mehr antreten werde, nominierten die Genossen auf seinen Vorschlag den 37-jährigen früheren Stadtkämmerer Felix Schwenke. Der Offenbacher SPD-Chef ist nach dem Rücktritt seines Parteifreundes Enno Knobel ehrenamtlicher Stadtrat mit den Aufgabenbereichen Sport, Kultur, Offenbacher Museen und Feuerwehr geworden. 

Für die Grünen tritt Bürgermeister Peter Schneider an, der neben Oberbürgermeister Horst Schneider, Stadtrat Peter Freier und FDP-Stadtrat Paul-Gerhard Weiß dem hauptamtlichen Magistrat der Stadt angehört. Eine Mitgliederversammlung wählte den 61-Jährigen mit einer Drei-Viertel-Mehrheit zum Oberbürgermeisterkandidaten, obwohl sich im Vorfeld nicht wenige Grüne gegen einen eigenen Bewerber ausgesprochen hatten. 

Für die AfD hat deren Fraktionsvorsitzende Christin Thüne den Hut in den Ring geworfen. In der Kreishauptversammlung am 10. März wurde sie mit großer Mehrheit zur Kandidatin gewählt. Die AfD sei die einzige Partei, die sich für „die Sorgen und Nöte der kleinen Leute wirklich noch interessiert“ und „für ein europäisches Offenbach“ eintrete, so Thüne. 

Für die überall in der politischen Bedeutungslosigkeit versinkende Piratenpartei tritt der 58 Jahre alte Helge Herget an, der als Gießereileiter beim Druckmaschinenhersteller Manroland Sheetfed arbeitet.

Letzte Änderung am Freitag, 17 März 2017 21:48
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