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Auch Sven R. Dreyer (AfD) hegt Verdacht

Kassel: Wird der documenta-Obelisk aus unmoralischen Spendenquellen finanziert?

Freitag, 25 Mai 2018 17:37 geschrieben von  Gabriela Clauter

Kassel - Kürzlich wurde bekannt, dass die Großspende für den Obelisken in Höhe von 50.000 Euro von der cdw Stiftung entrichtet wurde. Diese wurde 2011 von den Gründern und Hauptaktionären der SMA Solar Technology AG ins Leben gerufen. Abgesehen davon bestehen begründete Zweifel an der Moralität eines Spenders, dessen Stiftung unter anderem bereits den Aufbau des Obelisken mit 20.000 Euro mitfinanzierte. Dazu erklärt die AfD-Fraktion im Kasseler Rathaus:

"Bei einer Veranstaltung des kulturpolitischen Forums im Vorderen Westen haben wir Kenntnis darüber erhalten, dass die Stiftung, die von Sindika Dokolo ins Leben gerufen wurde, neben der Mitfinanzierung des Aufbaus des Obelisken auch eine Spende in Höhe von 10.000 Euro getätigt haben soll. Der Reichtum seiner Familie begründet sich auf ehemalige Geschäftsbeziehungen seines Vaters zum Militärdiktator Mobutu Sese Seko, der den Kongo durch systematische Ausbeutung in den Abgrund trieb. Gemeinsam mit der Regierung gründete Augustin Dokolo die Banque de Kinshasa und wurde schnell zu einem der mächtigsten Unternehmer im Land. Sein Sohn Sindika Dokolo heiratete später Isabel dos Santos, die Tochter des von 1979 bis 2017 herrschenden angolanischen Diktators und Kriegsherrn José Eduardo dos Santos. Unter seinem Regime starben zehntausende Menschen, Hunderttausende wurden vertrieben und Millionen ausgebeutet, während die Familie dos Santos ein Geldimperium mit Öl-Exporten und im Diamantengeschäft aufbaute. Isabel dos Santos wurde die erste Milliardärin Afrikas und leitete bis zu ihrer Entlassung 2017 den staatlichen Ölkonzern Sonangol, der durch notorische Intransparenz von sich reden macht. Die Human Rights Watch hatte die angolanische Regierung 2011 vergeblich dazu aufgefordert, den Verbleib von 25 Milliarden Euro öffentlicher Mittel zu erklären, die vermutlich in die Privatgeschäfte der Familie dos Santos und deren Vasallen geflossen sind. Sindika Dokolo widmete sich währenddessen der Verfestigung des familiären Monopols durch die Vertreibung und Deportation tausender privater Diamantenschürfer aus Angola. Die renommierte investigative Webseite makaangola.org hat eine Verbindung Dokolos und dos Santos zu Geschäften mit sogenannten Blutdiamanten und da-mit verbundenen Folterungen und Verstößen gegen das Menschenrecht aufgedeckt.

Das erschreckende Ausmaß der von den dos Santos in Europa verursacht Korruption zeigte der "Angola-Gate"-Skandal in Frankreich, an dem auch Mitglieder der engsten Familie des französischen Staatspräsidenten Mitterand (Parti Socialiste) beteiligt waren. Unter Umgehung des UN-Waffenembargos wurden bis 2002 illegal u. a. ca. 500 Panzer und ca. 170.000 Landminen nach Angola geliefert, wie "der Spiegel" 2008 berichtete.

Es wäre an Hohn und Scheinheiligkeit kaum zu überbieten, sollte eine skrupellose Kleptokratenfamilie als Auslöser von Flüchtlingsströmen in Afrika nun ein Denkmal für Flüchtlinge in Kassel mitfinanzieren. Es stellt sich die Frage, weshalb die eher links orientierte Kasseler Kulturszene angesichts dieser für jeden im Internet auffindbaren Informationen nicht aufschreit. Liegt es möglicherweise an Dokolos und dos Santos beachtlichem Vermögen, welche die Kulturszene so dringend benötigt und trotz allem Unrecht verstummen lässt?

Des Weiteren ist festzustellen, dass die bisherige Kontroverse und der Ausgang des Spenden-aufrufs mit weniger als ein Viertel der angesetzten Summe zeigen, wie skeptisch die Stadtbevölkerung dem Obelisken gegenübersteht. Werden Großspenden von den eingesammelten Geldern abgezogen, so hat die Bevölkerung sogar weniger als ein Zehntel der angepeilten Summe aufgebracht. In Anbetracht dessen kann der Spendenaufruf seitens der Stadt Kassel, Olu Oguibes und diversen Medien als gescheitert bezeichnet werden.

Interessensgemeinschaften von Minderheiten wollen der Bevölkerung durch finanzielle Schlagkraft ihren Willen aufzwingen und weichen somit den basisdemokratischen Charakter der Spendenaktion auf. Nur der Kasseler Bürger selbst sollte über die Gestaltung seiner Stadt mit politisch aufgeladenen Botschaften bestimmten dürfen, kein im Ausland lebender Künstler, keine nebulösen Gruppierungen und keine Großspender. Es handelt sich hierbei nicht um ein einfaches Kunstwerk, das das Stadtbild verzieren soll, sondern um ein in Stein gemeißeltes Statement für offene Grenzen und massenhafte Migration, die uns nicht zuletzt auch in Kassel vor massive Probleme stellt.

Es fällt uns schwer die Tatsache der Großspende der cdw Stiftung als reine Geschäftstradition zu bezeichnen, zumal deren Geschäftsführer, Thomas Flügge, ehemaliger Vorsitzender der Grünen-Partei auch deren ehemaliger Fraktionsgeschäftsführer und ehrenamtlicher Stadtrat im Magistrat in Kassel war. Die Grünen stehen der Massenmigration und Überfremdung unserer Gesellschaft mit offenen Armen gegenüber, während gravierende Probleme und kritische Stimmen systematisch ignoriert und angefeindet werden. So wäre es nicht verwunderlich, würde sich Herr Flügge letztendlich als einer der vehementesten Befürworter des Obelisken innerhalb der cdw Stiftung herausstellen.

Der Obelisk symbolisiert nichts, wofür der normale Kasseler Bürger einstehen möchte. Wir appellieren an die Vernunft des Magistrats, dieses Trauerspiel endlich zu beenden. Ideologische Rechthaberei sollte nicht zur Verewigung eines dubiosen Denkmals im Herzen unserer schönen Stadt führen."

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