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Freie Demokraten für vernünftige Straßenführung

Limburg: Marion Schardt-Sauer von Verkehrsversuch an 'alter Lahnbrücke' nicht begeistert

Mittwoch, 11 Oktober 2017 03:35 geschrieben von 
Marion Schardt-Sauer von der FDP Limburg an der Lahn Marion Schardt-Sauer von der FDP Limburg an der Lahn Quelle: FDP Limburg

Limburg - Für eine Testphase von sechs Wochen hat die Stadt Limburg die Verkehrsführung verändert und die alte Lahnbrücke teilweise zur Einbahnstraße gemacht. Außer den Linienbussen dürfen über diese Brücken bis zum 18. Oktober nun keine Fahrzeuge mehr die Stadt verlassen. Sollte der Test erfolgreich verlaufen, soll diese Regelung in Zukunft beibehalten werden. Die Auswirkungen werden allerdings bereits jetzt zum Teil sehr kritisch gesehen, so beispielsweise von der FDP-Fraktion im Limburger Stadtparlament.
„Die Verkehrsströme suchen sich neue Wege und führen sehr wohl zu Staus oder aber sehr großen Umwegen von Mitarbeitern, Anwohnern, Besuchern in den Bereichen. Teils müssen abenteuerliche Strecken zurückgelegt werden; ob das der Luftreinhaltung dienlich ist?

Was in dem Bericht bzw. der dort vollständig abgedruckten Pressemeldung der Stadt leider ebenfalls unerwähnt bleibt, sind die Auswirkungen auf die Geschäfte in der Westerwaldstraße. Wer sich dort umhört erntet verständnislose Blicke auf die Frage, ob denn der Verkehrsversuch wirklich so ein Erfolg ist. Fachgeschäfte, Produkte aus der Region – all dies ist gewünscht. Doch man muss dort auch die entsprechende Infrastruktur bieten. Und dies bedeutet die Möglichkeit, die Geschäfte ohne größere Umwege oder Staus zu erreichen. Sonst werden sie unattraktiv als Ziel. Und hat man sich einmal intensiv mit den Auswirkungen bei den letzten Stauereignissen auf der A 3 angeschaut – oder ging dies nicht, weil es teils am Wochenende war? Daneben lohnen sich Gespräche und der Austausch mit den Anwohnern oder Beschäftigten in dem gesamten Gebiet. Von dort wird deutliche Kritik geübt. Nun mag es sein, dass bei einem „Versuch“ oder „Pilot“ nicht alles sogleich funktioniert; deshalb ist es ja ein Versuch. Aufmerksam sollen bei diesem aber ALLE Auswirkungen des Vorhabens beleuchtet werden. Will man nicht von vorneherein über die Köpfe der Menschen entscheiden, steht nicht das Ergebnis des Versuchs bereits fest, so sollten auch ALLE Auswirkungen offen beschrieben werden. Solche einseitigen Jubelmeldungen helfen in der Sache nicht weiter. Am 18. Oktober endet der Verkehrsversuch. Danach ist dem Limburger Stadtparlament, ist den Bürgern eine fundierte Auswertung angekündigt. Die Verkehrsführung vorher hat ihren Zweck ohne größere Störungen erfüllt. Ob eine dauerhafte Veränderung an dieser sensiblen Schnittstelle sachgerecht ist, bedarf einer sehr genauen Betrachtung und differenzierten Auswertungen. Die FDP-Fraktion hat diesen Verkehrsversuch im Stadtparlament abgelehnt und sieht die Einbahnstraßenregelung auch weiterhin kritisch. Die Erfahrungen überzeugen nicht, im Gegenteil!“, so die Fraktionsvorsitzende Marion Schardt-Sauer.

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Jörg Pollert

Jörg Pollert (Jahrgang 1968) ist Handelsfachwirt. Er studierte Deutsch, Mathematik und Sport an der Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Seit März 2016 schreibt er für die Redaktion von HESSEN DEPESCHE vor allem über Themen aus Mainhausen und Seligenstadt. Er ist Mitglied der CDU und passionierter Handballtrainer. Seit Juli 2017 ist er leitender Redakteur der HESSEN DEPESCHE.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/54-jörg-pollert.html
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