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Publiziert in Main-Kinzig-Kreis

Freie Demokraten legen im Wahlkampf Fokus auf frühkindliche Bildung

Langenselbold: Christof Sack gewinnt FDP-Spitzenkandidaten René Rock für KiTa-Besuch

Montag, 10 September 2018 14:29 geschrieben von  Gabriela Clauter
René Rock (FDP) beim Besuch der Kindertagesstätte in Langenselbold René Rock (FDP) beim Besuch der Kindertagesstätte in Langenselbold Quelle: FDP Langenselbold

Langenselbold – René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, hat am 3. September 2018 in Langenselbold zusammen mit Christof Sack, FDP-Ortsvorsitzender und stellv. Fraktionsvorsitzender und Rainer Lamprecht, FDP-Fraktionsvorsitzender und stellv. Ortsvorsitzender die Katholische Kindertagesstätte Don Bosco besucht und mit Kita-Leiterin Carmela Susemichel und Vertreterinnen des Elternbeirats über die Anforderungen gelungener frühkindlicher Bildung diskutiert.

Rock begrüßte die Vielfalt der Bewegungs- und Lernräume für Kinder, die durch freie Träger mit großem Engagement und hoher pädagogischer Motivation geschaffen werden. „Wir brauchen in Hessen einen völlig neuen Fokus auf frühkindliche Bildung und deren Qualität“, sagte er. „Ich bin zu Ihnen gekommen, um zu erfahren, was wir in der Politik noch besser machen können.  Jedes Gespräch gibt mir neue Anregungen, wie wir die Herausforderungen wie Fachkräftemangel, fehlende Kitaplätze und individuelle Förderung unserer Kinder in allen Bereichen meistern. Ich bin beeindruckt, wie viel Zeit hier den Kindern in ihrer Entwicklung gegeben wird und wie Sie ihnen demokratische Rechte, Werte und religiöse Tradition vermitteln.“

„Wir benötigen ein Leitbild Bildung in Hessen“, ergänzte Rock. „Ich besuche in ganz Hessen Krippen und Kindertagesstätten, um zu verstehen, was benötigt wird, damit Hessen endlich aus dem Dauerzustand Mangel herauskommt und internationalen Standards entspricht.  Ja, Bildung kostet Geld.  Die Kostenfreiheit für die Eltern ist bloße Augenwischerei. Die schwarz-grüne hessische Landesregierung gibt jetzt noch einmal 310 Mio. € für die Gebührenfreiheit von Kitas aus. In Hessen fehlen aber 7.000 Erzieherinnen und Erzieher, 10.000 Kitaplätze und 20.000 Krippenplätze“, unterstrich Rock. „Die FDP hat, statt Wahlgeschenke zu verteilen, Handlungsfelder definiert, mit denen wir den Mangel an Erziehern und Plätzen schrittweise beheben und auf eine neue Qualitätsebene kommen wollen.

  1. Wir wollen auf Landes-, Kreis- und Kommunenebene Elternbeiräte für Kitas einführen, damit Eltern ihre Anliegen und Interessen besser zur Sprache bringen können
  2. Wir wollen das Wahlrecht der Eltern beim Betreuungsort ihrer Kinder dadurch stärken, dass das Land pauschal die Kosten dafür übernimmt, wenn ein Kind in einer anderen Kommune als am Wohnort, z.B. am Arbeitsort der Eltern, in eine Kita geht.
  3. Wir wollen intensiv in die Qualität investieren, von der Freistellung der Leitung, mehr Vorbereitungszeit, einem verbesserten Gruppenschlüssel bis zu einer höheren Qualitätspauschale, die den Kitas selbst überlässt, was sie in der Sachausstattung benötigen und anschaffen wollen.
  4. Wir überlegen, wie bei einem dualen Studium Praxis und Theorie von Anfang an zu verbinden, und damit schon während der Ausbildung den Erzieherberuf auch finanziell attraktiver zu machen.  Die praxisintegrierte Ausbildung ist der richtige Weg, um neue Potenziale für den Erzieherberuf zu erschließen
  5. Wir planen die Wiedereinführung der qualifizierten Schulvorbereitung, damit der Übergang von Kita zur Schule gelingt und die Fachkräfte in Kita und Schule voneinander lernen können.“

Rock reist seit Monaten durch Hessen und besucht die unterschiedlichsten Krippen und Kitas um zu erfahren, was benötigt wird. „Ich erlebe großen Einsatz, Kreativität und Hingabe bei den Fachkräften und den Eltern. Es ist die Aufgabe des Landes Hessen, sie bei Personal, der Platzsituation und einer hochwertigen, beziehungsvollen Betreuung und Förderung so zu unterstützen, dass unsere Kinder in einer komplexen Welt gute Zukunftschancen für ein glückliches Leben erhalten“, so Rock.

Der Ortsvorsitzende Christof Sack: „Es ist bewundernswert wie die KiTa Leitung der Don Bosco Kindertagesstätte und ihr Team durch ein hohes Maß an persönlichem Eisatz zum Tagesablauf beitragen.

Nun gilt es die Rückschlüsse aus dem Gespräch mit Elternbeirat und KiTa Leitung in die politische Arbeit mitzunehmen und die Abweichung zwischen Theorie und der realen Praxis anzupassen.“, schloss Christof Sack.

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