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Publiziert in Main-Kinzig-Kreis

Gegenwind

Main-Kinzig: AfD im Kreistag fordert deutliche Reduzierung der Vorrangflächen für den Bau von Windrädern

Dienstag, 04 Dezember 2018 12:26 geschrieben von  Gabriela Clauter

Gelnhausen - In der Regionalversammlung Südhessen sollte am 14. Dezember über die endgültige Festlegung von Vorrangflächen für den Ausbau der Windkraft im Bereich des RP Darmstadt entschieden werden, darunter auch der Main-Kinzig-Kreis. Regierungspräsidentin Lindscheid von den Grünen erklärte dazu, dass nur 1,7% der Flächen im Planungsgebiet freigegeben würden. Was sie nicht sagte ist, dass der zur Annahme vorliegende Plan für den MKK knapp 4% der Gesamtfläche für Windräder vorsieht. „Das würde eine weitere irreversible Zerstörung des Spessart und der übrigen Naturflächen im ländlichen Raum unseres Kreises bedeuten.“ erklärte der Vorsitzende der AfD Kreistagsfraktion Dr. Wolfram Maaß. Er kritisiert insbesondere, dass der MKK Kreisausschuss im Mai 2017 beim RP eine Stellungnahme zu diesen Vorrangflächen abgegeben hatte, der nur kosmetisch kleine Streichungen der Vorrangflächen im Kreisgebiet vorsah. Der jetzt vorliegende Plan ist die bittere Quittung für die betroffenen Menschen. Die AfD Fraktion hatte im Mai 2017 im Kreistag zwei Stellungnahmen beantragt, die eine drastische Reduzierung dieser Flächen bedeutet hätten. Damit sollte wenigstens versucht werden, der Zerstörung des Spessarts Einhalt zu bieten. „Als klar wurde, dass der Kreis nichts weiter unternehmen würde, hat die AfD Fraktion am 13. September 2017 eine eigene Stellungnahme beim Regierungspräsidium Südhessen eingereicht.“ so Maaß weiter. „Die Berücksichtigung unserer Anträge zur Streichung hätte die gesamte für Windräder freigegebene Fläche im Kreisgebiet auf ca. 1 % reduziert.“

Es liegt nun an der Regionalversammlung und an den acht aus dem MKK stammenden Abgeordneten der Regionalversammlung in der inzwischen verschobenen Sitzung sich für die Bürgerinnen und Bürger ihres Kreises einzusetzen. Diese Zerstörung der Natur durch die zunehmende Errichtung der gigantischen Windräder, verbunden mit Belästigung durch Schall, Gefahr von Gesundheitsschäden durch Infraschall, um nur das Wichtigste zu nennen, wird von den betroffenen Menschen vor allem im Osten des Kreises nicht länger akzeptiert. Begrüßenswert ist daher die klare Stellungnahme der Bürgermeister von Bad Orb, Bad Soden-Salmünster und Steinau, die nun von der Regionalversammlung einen kompletten Verzicht von Windkraftanlagen im Spessart gefordert haben. Erschreckend ist dagegen, dass ausgerechnet die kreiseigene Naturenergie Main-Kinzig GmbH das Vorhaben einen Windpark in Flörsbachtal zu errichten, ohne Rücksicht auf die Sorgen der Menschen durchzusetzen versucht. Verantwortungsbewusste Abgeordnete im Kreistag würden das unterbinden. Die AfD Fraktion im Kreistag wird jedenfalls weiterhin alle Möglichkeiten nutzen, um diesen Irrsinn zu verhindern.

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