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Main-Kinzig: FDP sieht AQA und KCA als sozialliberales Leuchtturmprojekt

Dienstag, 05 Februar 2019 14:34 geschrieben von  Gabriela Clauter
Main-Kinzig: FDP sieht AQA und KCA als sozialliberales Leuchtturmprojekt Quelle: FDP MKK

Gelnhausen - „Das Kommunale Center für Arbeit und die Gesellschaft für Ausbildung und Qualifizierung (AQA) sind bedeutende Eckpfeiler des Sozialsystems im Main-Kinzig-Kreis und haben für die Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft eine immense Bedeutung“, stellt der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete und ehemalige Wirtschaftsdezernent der Stadt Hanau, Dr. Ralf-Rainer Piesold, fest und betont dabei, dass es zum Optionsmodell des Kreises zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen derzeit keine sinnvolle Alternative gibt.

Um sich über die Arbeit der AQA im westlichen Main-Kinzig-Kreis zu informieren, hat die FDP mit Dr. Ralf-Rainer Piesold und dem Fraktionsvorsitzenden Kolja Saß der kreiseigenen Gesellschaft für Ausbildung und Qualifizierung (AQA) einen Besuch abgestattet. Als Treffpunkt wurde bewusst der Standort in der Hanauer Donaustraße ausgewählt, da hier ein wesentlicher Schwerpunkt der Sozialarbeit des Kreises liegt. 45% der Teilnehmer werden in Hanau betreuet. Dies bedeutet, dass fast 600 Menschen durch die Qualifizierungsmaßnahmen der AQA eine gute Ausbildung erhalten.

„Die FDP ist seit Übernahme der Option durch den Main-Kinzig-Kreis ein Verfechter für die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in kommunaler Eigenverantwortung“, machten Piesold und Saß gegenüber der Aufsichtsratsvorsitzenden Susanne Simmler und Geschäftsführer Hans-Jürgen Scherer deutlich. Im gemeinsamen Gespräch erinnerten sie auch noch einmal daran, dass seinerzeit Alt-Landrat Erich Pipa von der FDP-Bundestagsfraktion als Experte für eine Anhörung in Berlin berufen worden war.

Die Schaffung des Optionsmodells war nach Auffassung der beiden Liberalen eine gemeinsame Leistung von verantwortungsbewussten Politikern wie Erich Pipa (SPD), Roland Koch (CDU) und Dirk Niebel (FDP). Sie Umsetzung war schwierig, aber auch erfolgreich. Leider hat das erfolgreiche System in den Befürwortern zentralistischer Systeme eindeutige Gegner.

„Betreuung, Qualifizierung und nachhaltige Vermittlung von Langzeitarbeitslosen gehören in nur eine Hand – und die muss aus unserer Sicht kommunal sein“, unterstreichen Piesold und Saß in dem gemeinsamen Gespräch. Das Zusammenspiel zwischen dem Kommunalen Jobcenter (KCA) und der AQA als Anbieter von Qualifizierungsmaßnahmen ermöglicht, gepaart mit dem Wissen, um die Situation des Arbeitsmarktes vor Ort, eine individuelle und passgenaue Qualifizierung und Vermittlung. Diese Kombination stellt einen wesentlichen Vorteil für den Main-Kinzig-Kreis dar, den sich KCA und AQA in den zurückliegenden Jahren erarbeitet haben.

Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Simmler und Geschäftsführer Hans-Jürgen Scherer bestätigten in einer Vorstellung des Unternehmens die politische Einschätzung der Freien Demokraten. Seit April 1991 gibt es die AQA. „Um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, was eines jeden Menschen Anspruch ist, ist eine gute Ausbildung und Qualifizierung notwendig. Das sind die Grundpfeiler der AQA“, so Simmler. Mit Standorten in Hanau, Nidderau, Gründau, Gelnhausen und Schlüchtern sei die AQA im gesamten Main-Kinzig-Kreis vertreten.

Ein weiterer Vorteil ist die Vernetzung mit der Arbeitswelt. „Für uns ist es wichtig, dass am Ende von Ausbildung oder Qualifizierung eine feste, sozialversicherungspflichtige Arbeit frei von staatlichen Leistungen steht,“ hebt Hans-Jürgen Scherer hervor. Dabei hilft der enge Kontakt von AQA und KCA zu den heimischen Wirtschaftsunternehmen. „Stärken unterstützen, Perspektiven realisieren, Persönlichkeiten fördern“, lautet das Prinzip. Viele tausend langzeitarbeitslose Menschen haben auf diese Weise nicht bloß einen Job gefunden, sondern auch neue Perspektiven fürs Leben.

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