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Publiziert in Main-Kinzig-Kreis

FDP-Kreistagsfraktion für den Standort Gelnhausen

Main-Kinzig: Freie Demokraten analysieren Standorte für Gesundheitsakademie des MKK

Freitag, 15 März 2019 16:14 geschrieben von  Gabriela Clauter

Gelnhausen - „Schlussendlich zeigt sich, dass es eine gute Entscheidung gewesen ist, einen Wettbewerb unter den Kommunen für den Standort der Gesundheitsakademie des Main-Kinzig-Kreises durchzuführen. Das Verfahren ist enorm transparent und die vielen Bewerbungen zeigen, dass die Gesundheitsakademie eine sehr attraktive Einrichtung ist, die an vielen Standorten im Kreis herzlich Willkommen ist“, lobt der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete, Dr. Ralf-Rainer Piesold, die Entscheidung des Kreistags.

„In der vorgelegten Analyse der Kreisverwaltung, die am 13.03.2019 veröffentlicht wurde, wurden zum größten Teil Bauliches und nur zum kleineren Teil die verkehrliche Anbindung bewertet. Dabei kann man sich über Bewertungsdetails und die Gewichtung sicher en détail streiten. Was jedoch eindeutig und unbestreitbar ist, ist die Tatsache, dass bislang Niemand an die Menschen gedacht hat“, verweist Saß auf die offensichtliche Lücke in der bisherigen Bewertung.

Die FDP-Fraktion hat die bestehende Bewertung um diesen Faktor ergänzt und kommt somit zu dem eindeutigen Ergebnis, dass sich die Kreisstadt Gelnhausen für die Errichtung der Gesundheitsakademie als geeignetster Standort darstellt.
Die Fachkräfte, die in der Akademie ausgebildet werden sollen, werden zum großen Teil an den beruflichen Schulen in Gelnhausen vorqualifiziert und sind daher schon auf den Standort eingerichtet. Die Akademie würde in Gelnhausen nur 5-10 Minuten zu Fuß von den beruflichen Schulen entfernt errichtet werden, wenn Gelnhausen den Zuschlag erhielte.
„Zudem sind die Main-Kinzig-Kliniken und das Kreisruheheim für die Praxisausbildung ebenfalls fußläufig vom Gelnhäuser Akademiestandort zu erreichen. Wie man das, trotz der Präsentation von Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) bislang ignorieren konnte, ist für mich unerklärlich“, drückt Saß seine Verwunderung zum Verfahren aus.

„Die Mitarbeiter und Lehrkräfte arbeiten aktuell zum größten Teil in Hanau und Gelnhausen. Um Personalengpässe zu vermeiden ist es wichtig, einen gut erreichbaren Standort zu wählen, der nicht zu weit vom Wohnort der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entfernt ist. Schließlich haben sie sich mit ihren Wohnorten nach ihrem bisherigen Arbeitsplatz gerichtet“, ergänzt Dr. Piesold.
„Demnach wurden bislang die Belange von Personal und auszubildenden Fachkräften nicht ausreichend bedacht“, fassen die freien Demokraten Dr. Piesold und Saß zusammen. Auch drängt sich die Frage auf, ob nicht Synergien mit den beruflichen Schulen im Bereich der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern in Gelnhausen zusätzlich gehoben werden können. Der Fachkräftemangel im pädagogischen Bereich ist ebenfalls groß und die bestehenden Einrichtungen längst an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt.

Letzte Änderung am Samstag, 16 März 2019 16:18
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