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Publiziert in Main-Kinzig-Kreis

"Brauchen Energiepolitik mit Sinn und Verstand"

Main-Kinzig: Rolf Zimmermann (FDP) warnt vor weiteren Windkraftanlagen

Donnerstag, 25 Oktober 2018 13:37 geschrieben von  Gabriela Clauter
Kolja Saß und Rolf Zimmermann von der FDP Main-Kinzig Kolja Saß und Rolf Zimmermann von der FDP Main-Kinzig Quelle: FDP MKK

Gelnhausen - „Die Kreistagsfraktion der Freien Demokraten steht, wie schon in den vergangenen Jahren, vollumfänglich hinter der Beschlusslage der Hessen-FDP gegen den hochsubventionierten Windkraftanlagenbau, in den dafür mehr als schlecht geeigneten hessischen Wäldern“, macht der energiepolitische Sprecher der Kreistagsfraktion und stellv. Vorsitzende der FDP Main-Kinzig Rolf Zimmermann deutlich.

Die Energieerzeugung durch Windkraftanlagen stößt bei immer mehr Menschen auf Widerstand, weil damit oftmals eine drastische Einschränkung der Lebensqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie massive Eingriffe in die Natur und das Landschaftsbild verbunden sind.

„Jenseits der bayerischen Landesgrenze ist man bereits einen Schritt weiter, als unsere Verantwortlichen im Main-Kinzig-Landratsamt. Die Bezirksregierung Unterfranken hat beschlossen den bayerischen Naturpark Spessart von Windkraftanlagen freizuhalten, weil diese die Menschen und Tiere massiv belasten und wertvolle Natur unnötig zerstören“, zeigt der Fraktionsvorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Kolja Saß auf.

„Nun haben auch in Flörsbachtal sowohl der Bau- als auch der Haupt- und Finanzausschuss die geplante Projektvergabe für den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen im Main-Kinzig-Kreis auf Eis gelegt, um die aktuellen Entwicklungen Regionalversammlung über den Teilplan Erneuerbare Energien zum Regionalplan Südhessen abzuwarten, denn auch in Flörsbachtal wird der Widerstand immer deutlicher spürbar“, weiß Rolf Zimmermann und ergänzt: „ Inzwischen ist den Menschen deutlich geworden, welchen negativen Einfluss schon die aktuellen Anlagen im Landkreis haben. Selbstverständlich werden die geplanten noch monströseren Windkraftanlagen entsprechend auch einen höheren Schaden verursachen.“

„Solch einflussreiche Entscheidungen zu vertragen, bis tatsächlich absehbar ist, wie die Zukunft des Naturparkes Spessart mit Blick auf den Regionalplan aussehen wird, ist die richtige Entscheidung. Immerhin hat der ehemalige Landrat Erich Pipa von der SPD den Menschen im MKK zugesagt, dass der Bürgerwille beim Ausbau berücksichtigt werden soll“, erinnert Kolja Saß.

„Wir sind überzeugt, wenn den Menschen und den Mandatsträgern vor Ort seriös aufgezeigt wird, wie ihr Wald in 10 Jahren aussehen würde, sollten die geplanten Anlagen tatsächlich realisiert werden, würden sie eine klare Entscheidung gegen den Windkraftausbau treffen“, kommentiert Zimmermann seine Erfahrungen vor Ort.

„Aus diesen Gründen fordern wir den Landrat auf, die Planungen so lange zu stoppen, bis der Teilplan Erneuerbare Energien zum Regionalplan Südhessen verabschiedet wurde“, erneuert Saß die Forderung der FDP-Kreistagsfraktion auf und ergänzt: „Hierbei ist uns als Freien Demokraten wichtig zu betonen, dass Umwelt und Natur, sowie deren Schutz und Erhalt, selbstverständlich wichtige Kernpunkte unseres Landtagswahlprogrammes sind.“

„Statt die Energiepolitik ideologisch auf die Stromerzeugung zu verengen, wollen wir alle Energieverbraucher in den Blick nehmen. Ein viel effektiveres Instrument des Klimaschutzes stellt der Europäische Emissionshandel dar. Dieser ermöglicht, dass alle Branchen und Länder in den Klimaschutz einbezogen werden und einen fairen Anteil an den Kosten tragen.

Damit wird Klimaschutz effektiver, günstiger und sozial gerechter. Populistisch zugespitzte Einzellösungen Deutschlands helfen unserem Planeten nicht weiter“, macht Kolja Saß deutlich, dass es der FDP um realistische Lösungen geht.

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