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Grünen-Dezernent wird für Klimaschutz und Energie zuständig sein

Neu-Isenburg: Wunschdezernat der Grünen wird der Stadtverordnete Dirk Wölfing übernehmen

Dienstag, 21 Juni 2016 22:33 geschrieben von  Axel Frohmeier
Dirk Wölfing Dirk Wölfing Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ortsverband Neu-Isenburg

Neu-Isenburg - Jetzt ist offiziell, worüber schon im Mai spekuliert wurde, als CDU, Grüne, FDP und Freie Wähler auch in Neu-Isenburg ein „Tansania“-Bündnis schmiedeten und den Koalitionsvertrag unterzeichneten: Ein Grüner wird Dezernent für Klimaschutz und Energie.

Grünen-Vorstand Nick Timm vermeldete stolz: „Die neue Dezernatsverteilung nach der Koalitionsbildung hat ein neues Dezernat für Klimaschutz und Energiewende geschaffen. In dem neuen Dezernat werden künftig die vielen und komplexen Aspekte des Klimaschutzes und der Energiewende in Neu-Isenburg konzentriert und eine Stimme im Magistrat bekommen.“

Das Wunschamt der Grünen wird der Stadtverordnete Dirk Wölfing übernehmen, der betonte: „Klimaschutz und Energiesteuerung sind nicht nur globale Aufgaben, sondern haben inzwischen auch entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung unserer Stadt und auf die Vernetzung mit unseren Nachbarkommunen.“

Der neue Dezernent umreißt seine politischen Ziele so: „Maßnahmen des Klimaschutzes sollten überall dort bedacht werden, wo ohnehin Veränderung ansteht: Beim Kauf eines Produktes, bei der Sanierung des Daches oder der Heizung oder bei der energetischen Konzeption von Häusern in den Neubaugebieten (z.B. im Birkengewann oder im Stadtquartier Süd).“ Wenn derartige Entscheidungen anstehen, sollen zukünftig Bürger mit Experten sowie mit dem regionalen Handwerk vernetzt werden.

Der Grüne will erklärtermaßen zeigen, dass sich Klimaschutz auch rechnen kann und hat deshalb die Abschöpfung von Fördermitteln fest im Blick. „Wir wollenzukunftsweisende Lösungen ermöglichen und über Fördermittel beraten. Hierzu gehört ein systematischer Überblick und gezieltes Anfragen über die vielen Fördermaßnahmen aus Brüssel, Berlin oder Wiesbaden“, so Wölfing.

Der neue Mann im Magistrat will darüber hinaus noch ein Konzept „zur Entwicklung eines urbanen Zentrums in Neu-Isenburg mit einer energetischen Sanierung der Hugenottenhalle zusammen mit der Zentrale der Stadtbibliothek“ in Angriff nehmen.

Nachdem die bürgerliche Koalition von CDU, FDP und FWG bei der Kommunalwahl am 6. März ihre Mehrheit verloren hatte, streckte die CDU schnell die Fühler zu den Grünen aus, um ein neues Vierer-Bündnis aus der Taufe zu heben. Die Partner verfügen über 26 der 45 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung und ließen den Koalitionsvertrag durch ihre jeweilige Parteibasis absegnen.

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