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Publiziert in Regional

Umstieg der Messebesucher auf ÖPNV gilt als unwahrscheinlich

Offenbach am Main: Oliver Stirböck (FDP) bangt wegen fehlender Parkplätze um Messestandort OF

Donnerstag, 20 April 2017 18:49 geschrieben von  Axel Frohmeier
Oliver Stirböck führt die FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung von Offenbach am Main Oliver Stirböck führt die FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung von Offenbach am Main Quelle: Oliver Stirböck

Offenbach am Main - FDP-Fraktionschef Oliver Stirböck vermisst konstruktive Vorschläge für Ersatzparkplätze an der Messe und sieht deshalb schon den Messestandort Offenbach in Gefahr. Hintergrund der Sorge ist der Wegfall der Hälfte aller Messe-Parkplätze als Folge der Hafenbebauung. Nach Angaben der FDP geht es um 500 Parkplätze.

„Die Messe Offenbach ist ein bedeutender Imagefaktor für Offenbach, bringt aber tatsächlich auch viel Geschäft, etwa für die Tourismusbranche der Stadt“, betonte Stirböck. Von Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD), der auch Dezernent für Wirtschaftsförderung ist, fordert er einen Plan zur Förderung der örtlichen Messe.

Weil die Besucher von Fachmessen meist mit dem Auto anreisen, hält der Freie Demokrat die Vorstellung für naiv, den Wegfall der Messe-Parkplätze durch eine stärkere Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ausgleichen zu können. Bisherige Bemühungen, über ein kostenloses RMV-Ticket mehr Besucher zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen, seien erfolglos gewesen. 

Stirböck hat sich auch dagegen ausgesprochen, zusätzlich die messenahen Parkplätze am Mainufer anderweitig nutzen zu lassen. Sein Appell: „Der Wirtschaftsförderungsdezernent muss hier in die Puschen kommen und der Messe ein klares Zukunftssignal senden. Das beinhaltet auch einen endgültigen Verzicht auf Phantasien, den Mainufer-Parkplatz abzuwickeln.“

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Redaktion