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Publiziert in Rheingau und Wiesbaden

"Naturzerstörung durch Ausweisung von Vorranggebieten"

Rheingau-Taunus: Klaus Gagel (AfD) sieht Tricks der Kreisverwaltung zum Ausbau der Windkraftanlagen

Freitag, 19 Mai 2017 17:02 geschrieben von 
Klaus Gagel (AfD) ist ein dezidierter Gegner des Ausbaus von Windkraftanlagen im Rheingau-Taunus Klaus Gagel (AfD) ist ein dezidierter Gegner des Ausbaus von Windkraftanlagen im Rheingau-Taunus Quelle: HESSEN DEPESCHE

Bad Schwalbach - Für Klaus Gagel, Fraktionsvorsitzender der AfD im Kreistag des Rheingau-Taunus, ist das Thema Windkraft und "Energiewende" ein rotes Tuch. Die Landschaft werde nur verschandelt und Kapital volkswirtschaftlich völlig unsinnig vergeudet.

"Die Ausweisung von Vorranggebieten wird unter dem Aspekt der mannigfachen Mängel der Art der Energieerzeugung für den gesamten Rheingau-Taunus-Kreis als nicht sinvoll anerkannt. Ineffiziente Energieerzeugungsanlagen haben in der unvergleichlichen Kulturlandschaft des Rheingau-Taunus-Kreises, insbesondere im Rheingau und auf dem Taunuskamm nichts zu suchen." So sieht es Klaus Gagel.

Und weiter: "Die Ausweisung von Vorranggebieten ermöglicht zwar eine interkommunale Abstimmung möglicher Standorte und die Bündelung von Anlagen auf vermeintlich geeigneten Standorten, jedoch wird den Kommunen damit suggeriert, auf welchen Flächen sie WEA erhalten wollen und auf welchen nicht."

In Wirklichkeit gehe es hier bei einem politischen Wechsel um die Ebnung eines Weges WEA auf kommunalen Flächen zu errichten und den §36 BauGB auszuhebeln, welches den Kommuen ermögliche, Baugenehmigungen im Außenbereich wirksam und rechtsverbindlich zu untersagen. Der Wähler werde nach Auffassung der AfD hinters Licht geführt.

"Unter dem Aspekt des Flächenverbrauchs bzw. der Flächenzerstörung von Kultur- und Waldlandschaft im gesamten Rheingau-Taunus-Kreis sowie unter dem Aspekt mangelnder Effizienz und Stabilität der Energieerzeugung sowie fehlender Speichermöglichkeiten empfiehlt die AfD-Fraktion des Rheingau-Taunus-Kreis auf die Genehmigung von WEA im gesamten Kreisgebiet vollständig zu verzichten."

Klaus Gagel schließt an: "Der Verzicht auf die weitere Neuerrichtung von WEA im Kreis würde konsequenterweise einen folgerichtigen Schritt zum vollständigen Erhalt der Wald- und Kulturlandschaft des Rheingau-Taunus-Kreises bedeuten, da dies gegenüber einer zwar angestrebten, aber dennoch im Großen und Ganzen ineffizienten Energieerzeugung das klar höherwertige Gut ist. Positive kommunale Entscheidungen zu WEA müssen daher immer gemeindeübergreifend und im gesamten Kontext der Naturzerstörung und der Ineffizienz der Energieerzeugungsart gesehen werden."

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Roxana Miller

Roxana Miller wurde 1985 in Minsk/Weißrussland geboren.

Klassisches Ballett ist ihre Leidenschaft.

Sie studierte Germanistik (Universität Minsk) und später Slawistik (Universität Jena).

Seit Januar 2015 arbeitet sie für unsere Redaktion.

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