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Vorgeschlagen wird die Einrichtung von Elternhaltestelle nahe den Grundschulen

Kreis Offenbach: Natascha Bingenheimer (Freie Wähler) fordert Eindämmung von Elterntaxis

Mittwoch, 12 Dezember 2018 14:30 geschrieben von  Gabriela Clauter
Natascha Bingenheimer von den Freien Wähler im Landkreis Offenbach Natascha Bingenheimer von den Freien Wähler im Landkreis Offenbach Quelle: FW Offenbach-Land

Dietzenbach - Inzwischen ist es üblich geworden, dass immer mehr Eltern ihre Kinder wie selbstverständlich mit dem Auto zur Schule bringen, obwohl der Fußweg, das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel eine vernünftige Alternative bieten, um zur Schule zu kommen. Zum einen trauen Eltern ihren Kindern oftmals nicht mehr zu, auch kürzeste Wege alleine zu bewältigen. Zum anderen führt die Zeitknappheit der Eltern am Morgen zur oft einzigen Lösung, die Kinder direkt vor der Schule mit dem Auto abzusetzen. Insgesamt führt dieses Verhalten zu Unselbständigkeit und Bewegungsmangel. Weiterhin kommt es durch das überflüssige Parken und Rangieren im Bereich der Schule zu unnötigen Autokilometern, es beeinträchtigt die Sicht der Kinder und stellt somit eine Gefahr im Straßenverkehr dar.

„Wir haben einen Antrag eingereicht, um auf das Thema Elterntaxis aufmerksam zu machen und schlagen vor, dass der Kreisausschuss beauftragt wird, zusammen mit den Bürgermeister*innen als Leiter der örtlichen Ordnungsbehörden im Kreis Offenbach die kritische Situation der Elterntaxis im Bereich der Grundschulen zu verbessern“, so das Fraktionsmitglied der FREIE WÄHLER Natascha Bingenheimer.

Die FREIE WÄHLER Fraktion möchte in diesem Zusammenhang ein Projekt in den Fokus rücken, das in Deutschland bereits Erfolge zeigt: das Projekt „Schulexpress“. SCHULEXPRESS ist ein System von Laufgemeinschaften, die an Treffpunkten im nahen Umkreis der Schule starten und zu Fuß zur Schule gehen. Dafür gibt es so genannte SCHULEXPRESS-Haltestellen. In einem Radius von rund einem Kilometer um die Grundschulen werden dabei Haltestellen eingerichtet, an denen sich die Schülerinnen und Schüler zu Laufgruppen treffen, um von dort mit ihren Freunden zur Schule gehen“, erläutert Bingenheimer.

Der Fraktionsvorsitzende Rudolf Schulz zeigt sich im Hinblick auf die Umsetzung der Anregung sehr zuversichtlich: „Wir nehmen das Angebot des Landrats an, dass unsere Anregung zum Projekt SCHULEXPRESS bei passenden Veranstaltung z.B. mit der Verkehrswacht oder Terminen wie der Bürgermeisterdienstbesprechung thematisiert wird und werden den weiteren Prozess mit großem Interesse verfolgen.“

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