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Umstrittene Vorfinanzierung an der L2310

Mainhausen: UWG kritisiert Vereinbarung mit HessenMobil

Samstag, 01 Dezember 2018 16:08 geschrieben von  Gabriela Clauter

Mainhausen - Die UWG Mainhausen kritisiert die Verwaltungsvereinbarung, die Bürgermeisterin Disser (SPD) mit der für den Straßenbau in Hessen zuständigen Landesbehörde Hessen Mobil geschlossen hat.

Darin verpflichtet sich Mainhausen, die Planungskosten für den geplanten Radweg an der L2310 zwischen der Hillerkreuzung und der Abfahrt Schwalbennest vorab zu finanzieren, die im Haushalt von Disservorgesehenen 50.000 Euro sollen später erstattet werden.

Für UWG-Fraktionschef Gerald Wissler ist es absurd, dasseine kleine Gemeinde wie Mainhausen für eine Landesbehörde wie Hessen Mobil in finanzielle Vorlage geht bei einer Sache, die allein in der Zuständigkeit von Hessen Mobil liegt.

Gerald Wissler erinnert daran, dass Dissers Partei derzeit Unterschriften sammele, um als Bittsteller Hessen Mobil endlich zu einer Verbesserung der Verkehrssituation auf der Babenhäuser Straße zu bewegen. Auch bezüglich einer Verkehrsberuhigung der Brüder-Grimm-Straße habe Hessen Mobil Mainhausen bisher die kalte Schulter gezeigt, und bei dem geplanten Park-and-Ride-Platz an der Autobahn habe Hessenmobil sogar versucht, Mainhausen finanziell übers Ohr zu hauen.

Da der Erstattungsbetrag für die Planungskosten bei 6,7 % der Baukosten gedeckelt sei, so Wissler, könnte es passieren, dass Mainhausen sogar auf Kosten sitzenbleibe.

Überhaupt sei die UWG verwundert, dass die Gemeinde überhaupt die Kapazität habe, um gratis Fremdaufträge anzunehmen. Schließlich haben die Planungen für das Neubaugebiet in Zellhausen gerade erst angefangen, während die Planungen für die Erweiterung des Gewerbegebietes am Ostring sowie die Umwidmung der Sandgrube an der Babenhäuser Straße immer noch nicht abgeschlossen sind, so Wissler weiter.

Auch mit dem Verlauf des Fahrradweges sei die UWG nicht einverstanden: „Der größte und damit teuerste Teil des Radweges führt von der Hillerkreuzung zur Nato-Straße. Dieser Abschnitt ist vollkommen unnötig, da Mainflinger direkt über die Nato-Straße fahren können und Zellhäuser an der Sudetensiedlung vorbei fahren Richtung Landstraße.“

Hier sehe die UWG auch Handlungsbedarf, statt eines unnötigen Radwegeabschnittes sollte Hessen Mobil besser eine Querungshilfe bauen, um die Gefahrenstelle, an der viele Menschen die L2310 überqueren, zu entschärfen.

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