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Hausen vor der Höhe - Wer allen Ernstes vom AfD-Politiker André Poggenburg eine nüchterne Bestandsaufnahme über die Strategie-Fähigkeit der AfD und ihre künftigen Koalitionsoptionen erwartet hatte, der sah sich bestätigt. Die Rede des Oppositionsführers im sachsen-anhaltinischen Landtag war merkwürdig wahlkampfuntypisch: Sie zerschlug alle öffentlich-rechtlich-medialen Schablonen, die ihn als ideologisch überhitzten Kobold darstellen wollen, der mit teppichbeißerischer Rhetorik die "jungen Männer am rechten Rand" fischt.

Arnstadt – Die Thüringer AfD hat am 18. Februar 2017 auf einem Parteitag in Arnstadt ihre Landesliste zur Bundestagswahl aufgestellt. Die achtköpfige Liste wird angeführt von dem Geraer Rechtsanwalt Stephan Brandner, der derzeit als stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag amtiert. Auf Listenplatz 2 folgt Jürgen Pohl, Rechtsanwalt aus Mühlhausen, auf Platz 3 der Informatiker Marcus Bühl aus Ilmenau.

Berlin/Magdeburg – Die Alternative für Deutschland (AfD) hat dem Republikaner Donald Trump zu seinem Wahlsieg bei den US-Präsidentschaftswahlen gratuliert. AfD-Bundeschefin Frauke Petry erklärte am Mittwoch, mit der Wahl Trumps hätten sich die Wähler in Amerika „für den politischen Neuanfang und gegen Filz und Korruption entschieden“. Ihr Co-Vorsitzender Jörg Meuthen ergänzte, Trumps Sieg sei ein „gutes Signal für die Welt“ und markiere „eine Zeitenwende“.

Erfurt – Die Thüringer Landtagsabgeordnete Katharina König (Linke) hat die Äußerungen der Bundestagsfraktionschefin der Linken, Sarah Wagenknecht, nach dem Bombenanschlag von Ansbach scharf kritisiert. „Forderungen der Rechtspopulisten posaunen, ihnen damit den Weg bereiten, das alles als links darstellen. Dinge, die Sarah Wagenknecht kann“, so die Tochter des umstrittenen Jenaer Jugendpfarrers Lothar König am Dienstag auf Twitter.

Magdeburg – Der AfD-Chef von Sachsen-Anhalt und designierte Landtagsvizepräsident André Poggenburg hat jeglichem Rassismus im Zusammenhang mit dem Migrationshintergrund deutscher Fußball-Nationalspieler eine klare Absage erteilt. Angesprochen auf Spieler wie Jerome Boateng, Mesut Özil oder Shkodran Mustafi erklärte Poggenburg gegenüber der Magdeburger „Volksstimme“: „Die AfD hat überhaupt kein Problem damit, wenn diese Sportler für uns spielen. Es kommt auf den sportlichen Erfolg an.“

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