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Berlin - Er gilt als eines der rechten Urgesteine der hessischen CDU und ist nach dem Austritt von Erika Steinbach wahrscheinlich auch das letzte verbliebene: Beim Namen Hans-Jürgen Irmer kräuseln sich die Fußnägel bei hessischen Grünen und Sozialdemokraten, während der Wähler in seinem Heimatkreis Lahn-Dill von dem kantigen Bildungspolitiker mit dem markanten Schnurrbart durchaus angetan zu sein scheint.

Berlin – Die Bundestagsabgeordnete und frühere Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, galt lange Zeit als „konservatives Gewissen“ der CDU. Am 15. Januar trat die 73-jährige Frankfurterin aus der Partei aus und verließ die Unionsfraktion im Bundestag. Sie begründete dies mit einem „fortdauernden Rechtsbruch“ Angela Merkels und der Bundesregierung bei der Euro-Rettung und der Asylpolitik (die vollständige Erklärung kann hier nachgelesen werden: www.erika-steinbach.de/erklaerung.html). Im Interview mit HESSEN DEPESCHE legt Erika Steinbach noch einmal ihre Beweggründe dar, geht auf Einwände aus den Reihen ihrer früheren Partei ein und bekräftigt, dass sich auch weiterhin in das politische Geschehen einmischen wird.

Frankfurt am Main – Die Landtagsabgeordnete Bettina Wiesmann kandidiert neben Prof. Matthias Zimmer als Direktkandidatin der Frankfurter CDU zur Bundestagswahl. Sie tritt dabei in große Fußstapfen, denn seit 2005 hat Erika Steinbach das Direktmandat für die Union im Bundestagswahlkreis 183 geholt. Die ehemalige BdV-Präsidentin hatte allerdings schon frühzeitig auf eine erneute Kandidatur verzichtet und ist inzwischen aus der CDU ausgetreten. Die Frau, die nun an ihre Stelle treten möchte, unterscheidet sich in vielem von ihrer Vorgängerin. Sie setzt vor allem andere Schwerpunkte. Bettina Wiesmann, selbst vierfache Mutter, ist als profilierte Familienpolitikerin bekannt und engagiert sich – ausgehend von einem christlichen Weltbild – insbesondere für kinderreiche Familien ein.

HESSEN DEPESCHE hat mit der Frankfurter CDU-Kandidatin gesprochen: über ihr Verhältnis zu Erika Steinbach, ihre politischen Positionen, die Lage der Familien in Deutschland und ihre eigenen Ambitionen.

Frankfurt am Main – Der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Matthias Zimmer (CDU) hat seine kürzlich aus der CDU ausgetretene Parlamentskollegin Erika Steinbach kritisiert. Steinbach hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) laut Medienberichten vorgeworfen, mit der Grenzöffnung im Herbst 2015 Rechtsbruch begangen zu haben. Dies hatte sie unter anderem als Grund für ihren Austritt aus der CDU nach fast 40 Jahren Mitgliedschaft angegeben.

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