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Frankfurt am Main - Die FDP erlebt 2017 und kurz vor der Bundestagswahl eine fulminante Wiederauferstehung als 'Freie Demokraten'. Christian Lindner, Nicola Beer und andere haben offenbar Anschluss an jene sozialliberale Strahlkraft gefunden, welche die Liberalen als F.D.P. schon in den 1970ern unter dem legendären Hans-Dietrich Genscher hatten. Damals galt man als versierte Rechtsstaatspartei, zu welcher auch viele Künstler sich hingezogen fühlten. Da machte schon mal ein Dieter Hallervorden ('Didi und die Rache der Enterbten') Wahlwerbung für seine F.D.P. - damals nur echt mit den drei Pünktchen.

Zwischenzeitlich wurde die FDP mehr oder weniger zum reinen Appendix der Christdemokraten. Das waren die 1980er, 1990er und 2000er Jahre. 2013 flog man aus dem Bundestag raus. Es war auch eine Konsequenz daraus, dass eine durch Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte CDU auf den gewohnten kleinen Partner taktisch verzichten wollte. Andere Mehrheitsoptionen taten sich für Merkels CDU mit den Grünen auf. Hessen unter Ministerpräsident Volker Bouffier ist sicher beispielgebend für diese Wandlungsfähigkeit der Christdemokraten.

Quelle: Facebook
Quelle: Facebook

 

Nun schreiben wir das Jahr 2017 und RTL-Allrounder Wigald Boning engagiert sich für die Freien Demokraten. Tutti-Frutti-Moderator und Tausendsassa Hugo Egon Balder ('Erna kommt') bekennt freimütig seine Ambitionen in die FDP einzutreten und schwärmt im WDR für Christian Lindner.

Gerne hätten wohl politische Gegner mit den politischen Präferenzen des Schmuddel-TV-Machers Hugo Egon Balder auch der FDP ein Image der Schmuddel-Partei angeheftet. Doch 2017 trägt dieses Stigma ja schon die AfD. Da bleibt viel Raum für die Freien Demokraten politisch zu reüssieren.

Erna kommt! Wie weit kommt die FDP?

 

Hinweis:

https://m.youtube.com/watch?v=IG9mcPoNzMg
https://presse.wdr.de/plounge/tv/wdr_fernsehen/2017/07/20170709_ich_stelle_mich.html

Dienstag, 07 März 2017 20:10

Feigheit als Wegbereiter der Staatskrise

Kelkheim – Seit 2010 berichtet Robin Alexander aus dem Bundeskanzleramt. In all den Jahren ist er zu einem engen journalistischen Wegbegleiter der deutschen Kanzlerin geworden. Wenn einer wie er geradezu minutiös beschreibt, was sich in den alles verändernden Tagen im September 2015 zugetragen hat, darf man einerseits davon ausgehen, dass er die Fakten tatsächlich kennt, und andererseits annehmen, dass er Angela Merkel nicht aus einer Laune heraus in die Pfanne hauen will. Kurzum, Robin Alexander ist ein glaubwürdiger Berichterstatter des inneren politischen Zirkels.

Dresden – Die Landesgeschäftsführerin der sächsischen Linken, Antje Feiks, hat sich am Dienstag anlässlich des 60. Jahrestages des Verbots der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) für eine offizielle Rehabilitierung und Entschädigung „hunderttausender echter und vermeintlicher Kommunisten“, die im Anschluss politisch verfolgt worden seien, ausgesprochen. Außerdem forderte Feiks eine formelle Aufhebung des KPD-Verbots, das am 17. August 1956 vom Bundesverfassungsgericht erlassen wurde.

Wiesbaden - Der Landtagsabgeordnete René Rock (Jahrgang 1967) ist parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion im Hessischen Landtag. Er ist Kreisvorsitzender der FDP Offenbach-Land und gilt bei der politischen Konkurrenz als beinharter Macchiavellist, dem aber niemand seine Tüchtigkeit abspricht. HESSEN DEPESCHE sprach mit Rock über das Wiedererstarken der FDP, über Mißerfolge der Bundesregierung in der Flüchtlings- und in der Euro-Krise und über Chancen auch mal im Landkreis Offenbach mitregieren zu können.

Graz – Der frühere Gorbatschow-Berater Wjatscheslaw Daschitschew zählt zu den intimsten Kennern der sowjetischen Politik und der deutsch-russischen Beziehungen. Der 1925 in Moskau geborene Politologe und Historiker, dem einst eine führende Rolle bei der Entspannung im Ost-West-Konflikt zukam und der als Mitarchitekt der Perestroika-Politik einer der wichtigsten Wegbereiter der deutschen Einheit war, erkannte in seiner Analyse der nationalsozialistischen wie der auch der sowjetischen Außenpolitik eine Gesetzmäßigkeit aller hegemonialen Bestrebungen, die er als „reflektierende und überschüssige Rückwirkung“ bezeichnete. Darunter versteht er die Bildung von Gegenkoalitionen, durch welche die Intentionen hegemonialer Politik zunächst begrenzt und schließlich durch die Übermacht der anti-hegemonialen Koalition zum Scheitern verurteilt werden.

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