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Offenbach am Main - Seit dem Jahr 1992 werden die Oberbürgermeister in Hessen für die Amtszeit von sechs Jahren direkt gewählt. Bei der Direktwahl handelt es sich um eine Mehrheitswahl, bei der jeder Wahlberechtigte nur eine Stimme hat. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen erhält. Erreicht keiner der Bewerber die nötige Stimmenanzahl, findet zwischen dem zweiten und vierten Sonntag nach der Hauptwahl eine Stichwahl unter den zwei erfolgreichsten Bewerbern statt.

Offenbach am Main - Wochenlang galt es in der Main-Stadt als offenes Geheimnis, jetzt ist es offiziell: Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) informierte den Vorstand seiner Partei darüber, dass er bei der Oberbürgermeisterwahl 2017 nicht erneut kandidieren wird und begründete das mit seinem Alter. Am Ende einer weiteren Amtszeit wäre Schneider, der 2005 und 2011 die Direktwahlen ums höchste Amt der Stadt gewann, 71 Jahre alt. Die Wahlperiode Schneiders endet am 20. Januar 2018, die Neuwahl des Oberbürgermeisters wird im Herbst 2017 stattfinden.

Offenbach am Main - Zur Überraschung aller politischen Beobachter wird die extrem schwächelnde Piratenpartei mit einem eigenen Kandidaten zur Offenbacher Oberbürgermeisterwahl im Herbst 2017 antreten. Dabei handelt es sich nicht um den Offenbacher Piraten-Stadtverordneten Gregory Engels, der nach der letzten Kommunalwahl zahlreiche Gemeinsamkeiten mit der CDU entdeckte und als „Hospitant“ sogar Mitglied der CDU-Fraktion wurde.

Redaktion