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Hochtaunuskreis - Die Proben des Jugendchors Hochtaunus und der organisatorische Kraftakt die zahlreichen Beteiligten unter einen Hut zu bringen, haben sich mehr als gelohnt. Am Dreikönigstag gab es für Musikfreunde ein besonderes Erlebnis: Der Jugendchor Hochtaunus präsentierte das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Die Bad Homburger Marienkirche war bis auf den letzten Platz besetzt.

Seligenstadt - Es ist heutzutage kaum noch vorstellbar, dass Ende des 18. Jahrhunderts Johann Sebastian Bach (1685-1750) fast vergessen war, fast nur von seinem Sohn Carl Philipp Emanuel (1714 -1788) Rede bei der Nennung des Namens Bach die Rede war. Zur Hinterlassenschaft des Vaters gehörte eine Blattsammlung aus Johann Sebastian Bachs eigener Hand mit einer „grossen catholischen Messe“, die von Carl Friedrich Zelter (1758-1832) dann als „h-Moll-Messe“ bezeichnet wurde. Die Blattsammlung gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Die von Zelter geleitete Berliner Singakademiebegann mit Proben des Werkes, wodurch es dem Vergessenwerden entrissen wurde. Zelter nannte sie „das größte Kunstwerk, das die Welt je gesehen hat“.

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