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Seligenstadt – Der aktuelle Schulentwicklungsplan des Kreises Offenbach war dieser Tage Thema bei der CDU in Froschhausen. An der Alfred-Delp-Grundschule bestanden seit dem Schuljahr 2009/2010 teils nur einzügige Jahrgänge. Die aktuellen Zahlen bieten, aus Sicht des Kreis Offenbach die Grundlage für eine stabile Zweizügigkeit. Bei einem anhaltenden Zuzug könnte die Entwicklung zur Dreizügigkeit die Folge sein. Der Schulentwicklungsplan sieht für diese Situation zusätzliche Raumkapazitäten als erforderlich an.

Seligenstadt – Mit Erleichterung hat die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Seligenstadt zur Kenntnis genommen, dass die SPD-FDP-FWS Koalition ihre Verweigerungshaltung in Sachen kostenlose Kindergärten aufgegeben hat. „Damit können nun endlich auch die Eltern in Seligenstadt mit einer erheblichen Entlastung und einer Qualitätssteigerung rechnen“, stellt Fraktionsvorsitzender Joachim Bergmann zufrieden fest. Bereits im letzten Sommer hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die von ihm versprochene Entlastung der Eltern zum 1. August 2018 angekündigt. Die schwarz-grüne Landesregierung sieht hierfür im aktuellen Haushalt insgesamt 440 Millionen Euro vor. Die gute wirtschaftliche Entwicklung, eine solide Haushaltsführung des Finanzministers und die Neuregelungen beim Länderfinanzausgleich ermöglichen dies.

Rodgau - Seit Mai 2010 ist der Sozialdemokrat Jürgen Hoffmann (Jahrgang 1961) Bürgermeister von Rodgau. Der leidenschaftliche Sporttaucher ist kein typischer Politiker. Er hat eine sehr sympathische und gewinnende Art. Schneidende Rhetorik und der Infight mit dem politischen Gegner sind dagegen nicht sein Ding. Hoffmann wirkt. Sozial und ökologisch ausgewogen hat Jürgen Hoffmann Rodgau zu einer Marke gemacht. Im Rathaus wird Hoffmann getragen von einem breiten Bündnis aus SPD, Grüne, FDP und der Rodgauer Liste in der Stadtverordnetenversammlung. Allgemein gilt die Sozialpolitik der größten Stadt im Landkreis Offenbach als sehr couragiert. Dagegen machen politische Wettbewerber aus CDU, AfD und ZmB Rodgau bei Jürgen Hoffmann und Erstem Stadtrat Michael Schüßler (FDP) Schwächen im Umgang mit dem Gewerbe aus. In den Stadtwerken Rodgau stellte Jürgen Hoffmann vor Jahren die Weichen für einen smarten Energieversorger. Mit dem Baugebiet Rodgau-West wächst die hessische Stadt, hervorgegangen aus der Gebietsreform 1977, zur Großstadt heran. Junge Familien fühlen sich in Rodgau augenfällig sehr wohl.
Joachim Fuhr und Angela Prokoph trafen für HESSEN DEPESCHE Bürgermeister Jürgen Hoffmann in seinem Büro im Rathaus zu einem Gespräch.

Griesheim – Der Pädagoge Bernhard Meyer ist emeritierter Professor der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt und zählt zu den führenden Experten, die das Konzept der „Bespielbaren Stadt“ entwickelt haben. Mit diesem Konzept soll Kindern eine eigenständige Mobilität im Stadtraum ermöglicht werden, wozu – unter umfassender Beteiligung der Kinder – für sie wichtige Orte (z.B. Schulen und Spielplätze) durch ein Netz sicherer Wege verbunden werden. In Meyers Heimatstadt Griesheim im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde das Konzept modellhaft verwirklicht und bereits mehrfach ausgezeichnet. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Vereins Kinderhaus Hainstadt referierte Prof. Meyer Anfang Mai in Hainburg zu diesem Thema (https://www.hessen-depesche.de/regional/40-jahre-kinderhaus-hainstadt-feierstunde-und-fachvortrag-in-der-villa-gutenberg.html). HESSEN DEPESCHE hat hier noch einmal nachgehakt.

Frankfurt am Main – Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat seinen freiwilligen Umweltfonds für 2017 bis 2025 kurz vor Jahresfrist um drei Millionen Euro auf nunmehr fünf Millionen Euro aufgestockt. Die zusätzlichen Mittel sollen nach Angaben des Unternehmens für den Regionalpark RheinMain, umweltpädagogische Maßnahmen und verschiedene Natur- und Umweltschutzprogramme rund um Frankfurt am Main verwendet werden. „Als großes Unternehmen der Rhein-Main-Region trägt die Fraport AG eine gesellschaftliche Verantwortung, der wir sehr gerne nachkommen. Deshalb fördern wir traditionell, neben Sportvereinen und Kultureinrichtungen aller Art, mit dem Umweltfonds auch den Erhalt und Schutz von Umwelt und Natur“, so Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte. „Mit der Aufstockung des Umweltfonds auf fünf Millionen Euro bekommt unser Engagement auch den notwendigen finanziellen Background.“

Rödermark – Die Bürgermeisterwahl in Rödermark wirft ihre Schatten voraus. Rathauschef Roland Kern (Grüne), der seit 2005 im Amt ist, tritt am 5. Februar 2017 zwar erneut an, will aber im Falle seiner Wiederwahl nur zwei Jahre im Amt bleiben, womit schon 2019 ein erneuter Urnengang in der südöstlich von Frankfurt gelegenen Stadt im Landkreis Offenbach anstehen würde. Das hat nicht nur bei den politischen Mitbewerbern Kopfschütteln ausgelöst, auch grüne Parteifreunde Kerns bekunden hinter vorgehaltener Hand ihren Unmut über die Ankündigung des früheren Vizepräsidenten des Hessischen Landtags, die nicht gerade als Wahlempfehlung angesehen wird.

Wiesbaden – Der Erste Beigeordnete und Baudezernent der Gemeinde Hainburg, Alexander Böhn (CDU), gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des langjährigen Bürgermeisters Bernhard Bessel (CDU), der nicht mehr zur Wahl antritt. Ob es Böhn bereits am 11. September schafft oder in die Stichwahl muss, ist indes vollkommen offen. Vor allem dem von den Grünen und der SPD unterstützten Kandidaten Cliff Hollmann wird ein Achtungserfolg zugetraut, während der Dritte im Bunde, der Parteilose Andreas Grosser, bei Beobachtern eher als Zählkandidat gehandelt wird. Die HESSEN DEPESCHE hat sich mit Alexander Böhn unterhalten – über seine Vorstellungen für die künftige Gestaltung der Kommunalpolitik in Hainburg, aber auch über die Kritik seiner beiden Gegenkandidaten.

Rodgau – Die Freien Wähler in Rodgau (FWR), hier Bürger für Rodgau, präsentieren sich den Bürgern als parteiunabhängige bürgerliche Kraft mit sozialem und ökologischem Profil. In ihrem Programm zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung am 6. März plädieren sie für Bürgersolaranlagen, die Verbindung der vorhandenen Biotope und Streuobstwiesen zu einem „ökologischen Netzwerk“, die weitere Renaturierung der Rodau oder den Ausbau altersgerechter Wohnmöglichkeiten und der Pflege-Infrastruktur. Daneben engagieren sich die Bürger für Rodgau gegen Fluglärm und unterstützen eine europäische Bürgerinitiative, mit der die EU-Kommission aufgefordert wird, Wasser und eine sanitäre Grundversorgung als Menschenrecht anzuerkennen.

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