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München – Der Vertriebsprofi Michael Scheibe geizt nicht mit Superlativen, wenn es um sein in Luxemburg ansässiges Unternehmen COOINX S.A. und vor allem sich selbst geht. Im August dieses Jahres zog er 100 Tage nach dem Projektstart seines „unternehmerischen Babys“ eine erste Bilanz, die gewohnt positiv ausfiel, aber – ebenso gewohnt – kaum mit aktuellen betriebswirtschaftlichen Zahlen zu glänzen wusste. Im Rahmen der weeNexx AG planen Michael Scheibe und sein Geschäftspartner Cengiz Ehliz ein ICO, um nach eigenen Angaben das Cashback-System „wee“ mit moderner Blockchain-Technologie zu verzahnen. Mit anderen Worten: Es geht wohl um eine neue Kryptowährung, die auf „wee“ basieren soll. Wie genau das funktioniert und worauf interessierte Anleger bei diesem ICO setzen können, bleibt vorerst nebulös.

München/Pirna – Mit einer Umtauschaktion von Aktien der der Swiss Fintec Invest AG (ehemals wee.com AG) in Token des angekündigten ICOs, für die Cengiz Ehliz und Mirko Scheffler sogar mit einem Video werben (https://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/wee-und-mpm-group-ag-cengiz-ehliz-und-mirko-scheffler-bieten-seltsamen-umtausch-von-aktien-für-token-an.html), soll eine neue Stufe der „wee“-Rakete gezündet werden, die allerdings nach Ansicht von Kritikern eher wie ein Rohrkrepierer anmutet.

München/Kreuzlingen – Rudolf Engelsberger kennt das Modell „Wee“ aus dem Effeff. Bis 2014 war er Geschäftsführer der FlexCom International AG und ging dann als CEO zur weeCONOMY AG. Unter seiner Ägide wurde die weeCONOMY Group AG aufgebaut, die alle Einzelfirmen des von dem Bad Tölzer Unternehmer Cengiz Ehliz ins Leben gerufenen Cashback-Systems „Wee“ unter einem Dach vereinte. Geschäftsführer der beiden Gesellschaften blieb er bis 2015, danach hatte er noch bis März 2016 eine Projektvereinbarung inklusive Beratervertrag mit Ehliz.

Berlin / Kreuzlingen / München – Am vergangenen Wochenende berichtete die „Bild am Sonntag“ (BamS), dass der frühere Chef des insolventen Energieversorgers FlexStrom, Robert Mundt, möglicherweise demnächst vor Gericht zitiert wird. Nach Informationen des Boulevardblattes wirft die Staatsanwaltschaft Berlin dem früheren Strom-Manager vor, Gelder der Firma veruntreut zu haben. Robert Mundt hatte die FlexStrom AG 2003 mit seinem Bruder Thomas Mundt gegründet, nur zehn Jahre später meldete die Firma Insolvenz an – und hinterließ Schulden in Höhe von 500 Millionen Euro. Von der Pleite sind rund 835.000 frühere Kunden betroffen.

Luxemburg – Michael Scheibe ist nicht gerade für Bescheidenheit bekannt. „Gut 100.000 Flugmeilen“ habe er bewältigt, rund „100 Experteninterviews geführt“ und „einen Teil seines privaten Vermögens“ investiert, um sein in Luxemburg ansässiges Unternehmen COOINX auf die Erfolgsspur zu bringen, teilt er in einer aktuellen Presseerklärung mit. Der FinTech-Neuling wirbt damit, ein „Motor für die Digitalisierung des europäischen Einzelhandels“ zu sein und bietet seinen Partnern als „einzigartiges Incentive“ den Token eines ICO an, das„im 4. Quartal von externer Seite realisiert wird“. Erklärtes Ziel sei es, „eine Million MDT-Packages bis 2019 zu vermarkten und gemeinsam mit ‚wee‘ eine europaweite Renaissance des teils darbenden Einzelhandels aktiv mit zu gestalten“. Das klingt zunächst einmal gut, aber wird Michael Scheibe auch halten, was er verspricht?

Offenbach am Main - Zur Überraschung aller politischen Beobachter wird die extrem schwächelnde Piratenpartei mit einem eigenen Kandidaten zur Offenbacher Oberbürgermeisterwahl im Herbst 2017 antreten. Dabei handelt es sich nicht um den Offenbacher Piraten-Stadtverordneten Gregory Engels, der nach der letzten Kommunalwahl zahlreiche Gemeinsamkeiten mit der CDU entdeckte und als „Hospitant“ sogar Mitglied der CDU-Fraktion wurde.

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