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Offenbach am Main - Weil im Herbst dieses Jahres die Amtszeit von Offenbachs langjährigem Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) ausläuft, wird in der Main-Stadt am 10. September ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Eine mögliche Stichwahl findet am 24. September, dem Tag der Bundestagswahl, statt. Bei der Oberbürgermeisterwahl sind rund 90.000 der mehr als 130.000 Offenbacher wahlberechtigt. Die Einreichungsfrist für die Wahlvorschläge endet am 3. Juli. Bislang haben Peter Freier (CDU), Felix Schwenke (SPD), Peter Schneider (Grüne), Christin Thüne (AfD) und Helge Herget (Piraten) ihre Kandidatur angekündigt.

HESSEN DEPESCHE will mit allen Oberbürgermeisterkandidaten ins Gespräch kommen. Das erste Interview konnten wir mit dem Grünen-Kandidaten Peter Schneider führen.

Darmstadt – Der AfD-Kandidat zur letzten Oberbürgermeisterwahl in Darmstadt, Hans Mohrmann, ist aus der Partei ausgetreten. Wie bereits am Wahlsonntag bekannt wurde, hatte die AfD ein Ausschlussverfahren gegen den 67-jährigen Juristen wegen eines umstrittenen Facebook-Posts eröffnet. Mohrmann hatte in dem Kommentar Frauen das Wahlrecht abgesprochen. Später verteidigte er den Post als „Satire“. Mohrmann erreichte bei der Darmstädter OB-Wahl nur ein mageres Ergebnis von vier Prozent.

Darmstadt – Der amtierende Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) darf auch in den kommenden sechs Jahren auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen. Denkbar knapp mit 50,4 Prozent setzte sich der 54-Jährige am Sonntag im ersten Wahlgang gegen seine insgesamt acht Mitbewerber durch. Die Darmstädter CDU verzichtete zugunsten ihres grünen Koalitionspartners zum ersten Mal überhaupt auf einen eigenen OB-Kandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei ausbaufähigen 43,9 Prozent.

Darmstadt – Der bei der Oberbürgermeisterwahl in Darmstadt als Parteiunabhängiger angetretene Kandidat Achim Pfeffer wurde aus der SPD ausgeschlossen. Dies entschied das Schiedsgericht des SPD-Bezirks Hessen-Süd wenige Tage vor der OB-Wahl. Grund für den Parteiausschluss ist die Kandidatur Pfeffers in Konkurrenz zu SPD-Kandidat Michael Siebel.

Darmstadt – Kerstin Lau ist die einzige Frau in der Reihe der Darmstädter OB-Kandidaten. Sie geht für die 1993 aus der alternativen Szene heraus gegründete Wählervereinigung UFFBASSE ins Rennen, die bei der letzten Kommunalwahl 2016 stolze 7,7 Prozent geholt hat und seitdem mit fünf Mandataren in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung vertreten ist. Lau ist nicht nur eine der Abgeordneten, sondern auch Fraktionsvorsitzende von UFFBASSE (die Abkürzung steht für „Unabhängige Fraktion Freier Bürger Aufrecht Spontan Subkulturell Eigenwillig“). Auf ihren Wahlplakaten präsentiert sich die sportliche Mittvierzigerin wie seinerzeit Uma Thurman in „Kill Bill“ im engen, gelben Dress. Damit führt sie die Tradition von UFFBASSE fort, mit ihren Wahlplakaten Bezug auf bekannte Kinofilme zu nehmen. HESSEN DEPESCHE hat die Diplom-Sozialpädagogin und Mitgründerin des SVD-Fanbündnisses „Tradition hat Zukunft“ zu ihren politischen Ambitionen befragt.

Offenbach am Main - Die Überraschung ist perfekt: Die Christdemokratin Jutta Nothacker tritt von ihrer Kandidatur für die Offenbacher Oberbürgermeisterwahl zurück. Im Dezember 2016 war sie auf Betreiben von CDU-Chef Stefan Grüttner, CDU-Fraktionschef Roland Walter und Stadtkämmerer Peter Freier mit einem Sensationsergebnis zur Kandidatin gewählt worden.

Darmstadt – Die Darmstädter Wählervereinigung UWIGA ging vor 12 Jahren aus einer Interessengemeinschaft gegen zu hohe Abwassergebühren hervor. Bei der letzten Kommunalwahl erreichte sie ein Ergebnis von 3,7 Prozent und ist mit drei Mandataren in der Stadtverordnetenversammlung vertreten. Vorsitzender des Vereins ist der 67-järhrige Diplom-Ingenieur Helmut Klett, der noch immer voll im Berufsleben steht und zwei Architekturbüros in Metzingen und Darmstadt leitet. Klett war selbst viele Jahre Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und trat schon im Gründungsjahr von UWIGA 2005 zur OB-Wahl an. Auch am 19. März 2017 wird er wieder auf dem Stimmzettel stehen. HESSEN DEPESCHE hat mit ihm über seine politischen Vorstellungen für Darmstadt gesprochen.

Kassel – Der Oberbürgermeisterkandidat der PARTEI in Kassel, Matthias Spindler, ist von seinem Amt als stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender zurückgetreten. Als Grund nannte er sein desaströses Ergebnis bei der OB-Wahl. Spindler hatte trotz eines engagierten und kostenintensiven Wahlkampfes lediglich 2,7 Prozent der Wählerinnen und Wähler davon überzeugen können, ihm die Stimme zu geben.

Darmstadt – Der selbständige Kaufmann Thorsten Przygoda tritt als unabhängiger Kandidat zu den Oberbürgermeisterwahlen in Darmstadt am 19. März 2017 an. Als jemand, der früher unter anderem in der Baustoffrecyclingbranche tätig war, hat der 51-Jährige in Sachen Umweltschutz und Städtebau einiges am grünen Amtsinhaber Jochen Partsch zu kritisieren. Einen weiteren Schwerpunkt seines Wahlprogramms bildet der ÖPNV. Durch seine langjährige Tätigkeit in Asien hat Przygoda verschiedene Ideen zur Verbesserung des Wohnungsbaus und der Verkehrslage nach Deutschland mitgebracht. „Nach meinem Empfinden hat Darmstadt ein sehr hohes Potenzial, sich weiterzuentwickeln mit allen hier befindlichen wissenschaftlichen Einrichtungen. Diese Chance sollten wir nutzen, um Darmstadt für morgen und die Generationen, die uns folgen werden, zukunftssicher zu gestalten“, so der gebürtige Wixhausener. HESSEN DEPESCHE hat mit ihm über diese und weitere kommunalpolitischen Fragen gesprochen.

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