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Rodgau – In Rodgau-Jügesheim sollen 30 neue Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entstehen. Der Magistrat sieht dafür eine 3.500 Quadratmeter große Fläche zwischen Mühlstraße und Dudenhöfer Straße in direkter Nähe zu bereits bestehenden Wohnblocks vor. Das parkähnliche Gelände befindet sich im Eigentum der Stadt, galt jedoch bislang als möglicherweise durch Bodenablagerungen belastet. Medienberichten zufolge bestehen solche Bedenken inzwischen nicht mehr. „Eine mit dem Regierungspräsidium Darmstadt abgestimmte Beprobung hat diesen Verdacht ausgeräumt. Die Schadstofferkundung verlief negativ. Das heißt, eine Bebauung ist möglich“, so Rodgaus Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP).

Darmstadt – Kerstin Lau ist die einzige Frau in der Reihe der Darmstädter OB-Kandidaten. Sie geht für die 1993 aus der alternativen Szene heraus gegründete Wählervereinigung UFFBASSE ins Rennen, die bei der letzten Kommunalwahl 2016 stolze 7,7 Prozent geholt hat und seitdem mit fünf Mandataren in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung vertreten ist. Lau ist nicht nur eine der Abgeordneten, sondern auch Fraktionsvorsitzende von UFFBASSE (die Abkürzung steht für „Unabhängige Fraktion Freier Bürger Aufrecht Spontan Subkulturell Eigenwillig“). Auf ihren Wahlplakaten präsentiert sich die sportliche Mittvierzigerin wie seinerzeit Uma Thurman in „Kill Bill“ im engen, gelben Dress. Damit führt sie die Tradition von UFFBASSE fort, mit ihren Wahlplakaten Bezug auf bekannte Kinofilme zu nehmen. HESSEN DEPESCHE hat die Diplom-Sozialpädagogin und Mitgründerin des SVD-Fanbündnisses „Tradition hat Zukunft“ zu ihren politischen Ambitionen befragt.

Seligenstadt – Ortsvereinschef Reiner Stoll konnte auf der letzten Mitgliederversammlung der SPD Seligenstadt den Sozialdezernenten des Kreises Offenbach, Carsten Müller, begrüßen, der einen Überblick über die aktuelle Wohnraumsituation gab. Im Landkreis Offenbach, so Müller, seien besonders viele Haushalte auf Wohngeld angewiesen. In Seligenstadt erhielten derzeit rund 450 Haushalte Ergänzungsleistungen nach SGB II, um ihre Wohnung bezahlen zu können. Der Bedarf werde weiter steigen.

Darmstadt – Darmstadt wurde gerade zum zweiten Mal in Folge von der „Wirtschaftswoche“ und „Immobilienscout24“ zu „Deutschlands Zukunftsstadt Nummer eins“ gewählt. Diesen Erfolg schreibt sich der amtierende Oberbürgermeister der südhessischen Großstadt, Jochen Partsch (Grüne), auf seine Fahnen. Partsch regiert seit nunmehr sechs Jahren mit einer grün-schwarzen Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung – und möchte am 19. März wiedergewählt werden. Die Union hat auf einen eigenen Kandidaten verzichtet. HESSEN DEPESCHE hat mit Jochen Partsch über seine zentralen Projekte und wichtige kommunalpolitische Themen wie Wohnungsbau, Kita-Betreuung und Bürgerbeteiligung gesprochen.

Rodgau – Die vom Land Hessen eingeführte Fehlbelegungsabgabe für Sozialwohnungen ist für viele Kommunen ein bürokratisches Ärgernis, das nicht die erwarteten Effekte bringen dürfte. Auch in Rodgau ist die Stadtspitze darüber alles andere als erfreut. Rodgaus Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP) erklärte dazu im Interview mit HESSEN DEPESCHE: „Das ist aus kommunaler Sicht leider typisch für die derzeitige Landespolitik: Wieder eine neue Aufgabe, ohne dass der personelle und finanzielle Aufwand, der den Kommunen dadurch entsteht, angemessen kompensiert wird.“ (https://www.hessen-depesche.de/politik/interview-michael-schüßler-fdp-„die-cdu-muss-ihren-wählern-sagen,-ob-sie-mit-der-afd-gemeinsame-sache-machen-will“.html)

Rodgau – Der Hochschuldozent Dr. Robert Rankl wird auf dem Parteitag der hessischen AfD am kommenden Sonnabend aller Voraussicht nach als Kandidat zur Bundestagswahl 2017 nominiert werden. Seit April vertritt er die in diesem Jahr erstmals in die kommunalen Parlamente eingezogene AfD als Fraktionsvorsitzender im Kreistag von Offenbach sowie in der Stadtverordnetenversammlung von Rodgau. Die aktuellen Entwicklungen im Stadtparlament beobachtet der promovierte Diplom-Kaufmann mit kritischem Blick und wirft vor allem der FDP, der er früher selbst einmal angehörte, Postengeschacher und einen unfairen Umgang mit politischen Mitbewerbern vor. Wir haben darüber und über die kommunalpolitischen Vorstellungen der AfD mit Dr. Robert Rankl gesprochen.

Wiesbaden – Der Erste Beigeordnete und Baudezernent der Gemeinde Hainburg, Alexander Böhn (CDU), gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des langjährigen Bürgermeisters Bernhard Bessel (CDU), der nicht mehr zur Wahl antritt. Ob es Böhn bereits am 11. September schafft oder in die Stichwahl muss, ist indes vollkommen offen. Vor allem dem von den Grünen und der SPD unterstützten Kandidaten Cliff Hollmann wird ein Achtungserfolg zugetraut, während der Dritte im Bunde, der Parteilose Andreas Grosser, bei Beobachtern eher als Zählkandidat gehandelt wird. Die HESSEN DEPESCHE hat sich mit Alexander Böhn unterhalten – über seine Vorstellungen für die künftige Gestaltung der Kommunalpolitik in Hainburg, aber auch über die Kritik seiner beiden Gegenkandidaten.

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