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Darmstadt – Der amtierende Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) darf auch in den kommenden sechs Jahren auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen. Denkbar knapp mit 50,4 Prozent setzte sich der 54-Jährige am Sonntag im ersten Wahlgang gegen seine insgesamt acht Mitbewerber durch. Die Darmstädter CDU verzichtete zugunsten ihres grünen Koalitionspartners zum ersten Mal überhaupt auf einen eigenen OB-Kandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei ausbaufähigen 43,9 Prozent.

Darmstadt – Der bei der Oberbürgermeisterwahl in Darmstadt als Parteiunabhängiger angetretene Kandidat Achim Pfeffer wurde aus der SPD ausgeschlossen. Dies entschied das Schiedsgericht des SPD-Bezirks Hessen-Süd wenige Tage vor der OB-Wahl. Grund für den Parteiausschluss ist die Kandidatur Pfeffers in Konkurrenz zu SPD-Kandidat Michael Siebel.

Darmstadt – Kerstin Lau ist die einzige Frau in der Reihe der Darmstädter OB-Kandidaten. Sie geht für die 1993 aus der alternativen Szene heraus gegründete Wählervereinigung UFFBASSE ins Rennen, die bei der letzten Kommunalwahl 2016 stolze 7,7 Prozent geholt hat und seitdem mit fünf Mandataren in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung vertreten ist. Lau ist nicht nur eine der Abgeordneten, sondern auch Fraktionsvorsitzende von UFFBASSE (die Abkürzung steht für „Unabhängige Fraktion Freier Bürger Aufrecht Spontan Subkulturell Eigenwillig“). Auf ihren Wahlplakaten präsentiert sich die sportliche Mittvierzigerin wie seinerzeit Uma Thurman in „Kill Bill“ im engen, gelben Dress. Damit führt sie die Tradition von UFFBASSE fort, mit ihren Wahlplakaten Bezug auf bekannte Kinofilme zu nehmen. HESSEN DEPESCHE hat die Diplom-Sozialpädagogin und Mitgründerin des SVD-Fanbündnisses „Tradition hat Zukunft“ zu ihren politischen Ambitionen befragt.

Kassel/Darmstadt – Über eine zu geringe Auswahl können sich die Bürgerinnen und Bürger bei den OB-Wahlen in Kassel und Darmstadt wirklich nicht beschweren: In Kassel, wo am 5. März 2017 gewählt wird, stehen sechs Kandidaturen auf dem Stimmzettel, in Darmstadt hat man am 19. März 2017 sogar die Wahl zwischen neun Bewerbern, genauer gesagt einer Bewerberin und acht Männern. Auch was das politische Tableau anbelangt, sind beide hessische Großstädte breit aufgestellt.

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