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Frankfurt am Main - Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat in der Zeit von November bis Anfang Januar Führungskräfte von 400 Unternehmen zu ihrer Einstellung zu den großen finanz- und wirtschaftspolitischen Fragestellungen unserer Zeit befragt. Zwischen Dezember und Januar hat zudem das Magazin „Wirtschaftswoche“ 1500 Entscheider („selbstständige Unternehmer mit mindestens zehn Mitarbeitern“) zu diesen Themen befragt. Beide Umfragen zusammen betrachtet geben einen interessanten Einblick in die Köpfe der Unternehmer in Deutschland. Die Meinungsforscher wollten unter anderem wissen: Wie denken Top-Entscheider über die Eurorettung, die EZB-Zinspolitik, die Folgen des Brexits und die Migration? HESSEN DEPESCHE hat die Ergebnisse ausgewertet und stellt die relevanten Erkenntnisse vor.

Schwabhausen - Klaus Herb hat schon schlechtere Zeiten erlebt. Aber mit NorthCapital Kontor könnte er auf einem guten Weg sein. NorthCapital Kontor gilt als in die dänische NorthCapital ApS eingebettet. Als "Holding" firmiert das in Kopenhagen ansässige Mutterschiff um "CEO" Werner Schmidt und "COO" Ulf Mex. Thomas Münzel ist als Prokurist der NorthCapital Kontor zeichnungsberechtigt. Das gestiegene Anlegerinteresse an Sachwerten wie Edelmetallen, Rohstoffen, Immobilien und Raritäten spürt auch der Deutsche Sachwert- und Finanzverband e.V. aus Berlin, dem immer mehr Unternehmen beitreten. Von Deutschlands führendem Branchenverband für Sachwertanlagen versprechen sie sich eine wirkungsvolle Vertretung ihrer Interessen in der Öffentlichkeit, gerade auch gegenüber Politik und Medien.

München - Die jüngsten Verlautbarungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben bei vielen renditesuchenden Anlegern für blankes Entsetzen gesorgt, da die vermögensvernichtende Niedrigzinspolitik nicht etwa abgemildert, sondern sogar noch verschärft wird. Die EZB lindert damit zwar den Zinsdruck der südeuropäischen Schuldenstaaten, entwertet aber systematisch die Geldanlagen in den EU-Staaten mit hoher Sparquote. Gerade die deutschen Sparer unterliegen einem schleichenden Enteignungsprozess, weil sie für ihre Sparguthaben und Lebensversicherungen keinerlei Zinsen mehr erhalten.

Dresden – Wegen der EZB-Niedrigzinspolitik senken deutsche Banken den Guthabenzins auf den Girokonten ihrer Kunden immer weiter. Im Gegenzug werden für Dispokredit und Überziehungen Zinsen verlangt, die mitunter jenseits von Gut und Böse liegen. Im bundesweiten Durchschnitt liegt der Überziehungszins bei 10,25 %, andere Institute wie die Raiffeisenbank Trostberg-Traunreuth (Bayern) verlangen sogar bis zu 16 %. Hier lohnt sich der direkte Vergleich, denn die Deutsche Skatbank im Altenburger Land (Thüringen) beispielsweise berechnet ihren Kunden lediglich 4,49 % Zinsen für den Dispo. Wer also nicht unbedingt auf die Filiale vor Ort angewiesen ist, sollte sich über günstige Alternativen beraten lassen.

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