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München - Ein Urteil des Landgerichts München verbietet der Sudetendeutschen Verlagsgesellschaft die Verbreitung nachweislich falscher Behauptungen, die in der Sudetendeutsche Zeitung kurz vor der Bundestagswahl erschienen sind. Die Zeitung räumte dem CSU-Politiker Bernd Posselt einen prominenten Platz auf Seite eins ein: Bernd Posselt hatte in dem Artikel übel gegen die AfD, deren Ehrengast Vaclav Klaus und besonders gegen den bayerischen Landesvorsitzenden Petr Bystron gehetzt. In grob verleumderischer Weise behauptete Posselt, Bystron sei „eingefleischter Gegner alles Sudentendeutschen“ und hätte „seriöse Berichte von Sudetendeutschen Tagen für eine tschechische Zeitung sudetendeutschenfeindlich umgeschrieben“.

Berlin - Die Bundestagsrede der AfD-Co-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel im Deutschen Bundestag am 16. Mai 2018 könnte ein Meilenstein für neue Debattenkultur gewesen sein. Zwar verlief sich Weidel stellenweise in zynischem Populismus. Doch während ihrer Rede war das Parlament hellwach. Anton Hofreiter (Grüne) tobte, Volker Kauder (CDU/CSU) war zum Abwehrkampf bis aufs Letzte gefordert und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sah sich zu einer Rüge gegen Alice Weidel genötigt, da diese von Kopftuchmädchen, Messermännern und anderen "Goldstücken" sprach, welche nun mal eine Politik der CDU/CSU/SPD-Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel zu verantworten habe, so Weidel.

Volkmarsen - Andreas Beck aus Lichtenfels ist neuer Schatzmeister der AfD in Waldeck-Frankenberg. Der bisherige Schatzmeister Dr. Andreas Salzmann aus Battenberg hat sich aus beruflichen und familiären Gründen aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen. Daneben waren Nachwahlen von Landesdelegierten sowie der Rechenschaftsbericht des Vorstandes weitere Punkte auf der turnusmäßigen Kreishauptversammlung der AfD.

Michelstadt - Naherholungsorte, idyllische Wälder, Wiesen und Felder: Der südhessische Odenwaldkreis steht auf Grund seiner zentralen Lage nicht nur bei Pendlern, die nach Frankfurt oder Darmstadt fahren wollen, hoch im Kurs, sondern auch bei Touristen. Das Michelstädter Rathaus und der Weihnachtsmarkt ringsherum genießen mittlerweile sogar internationales Renommee.

Mainz - "Es gibt - kein Recht - auf Nazi-Propaganda", dröhnen die grob achtzig Jugendlichen unter dem Banner der Linksjugend. "Nazis raus! Nazis raus!" - so die Erwiderung der ungefährhundert "Merkel muss weg"-Demonstranten. Ja, richtig gelesen! "Sowas finde ich immer cool, wenn man denen ihre eigenen Parolen zurückschleudert", freut sich die blonde Rebecca Schwester* aus Mainz, von ihren Freunden "Becky-Vierecki" genannt. "Die sind dann immer so geil sprachlos!" Die lustige Endzwanzigerin feixt. Tatsächlich: Einigen der linken Gegendemonstranten in der ersten Reihe hat es die Sprache verschlagen. Möglicherweise setzt bei ihnen aber auch die Nachdenklichkeit ein. Derweil versucht der Initiator der Mainzer Montagsdemo - Anfang dreißig, kurzer roter Wikingerbart - ein paar Regeln zu verdeutlichen: Keine Gewaltanwendung, keine Pyrotechnik, keine "Dinge, die an die Zeit zwischen 1933 und 1945 erinnern" und kein Alkohol. "Diese Islamisierung aber auch! Jetzt dürfen wir nichtmal auf einer rechten Demo Alkohol trinken", witzelt ein Mitglied der Mainzer AfD in der vorderen Reihe.

Berlin - Joana Cotar ist in vielerlei Hinsicht untypisch für die AfD: Da wäre etwa, dass sie in Rumänien geboren ist und mit fünf Jahren nach Deutschland, die Heimat ihrer Mutter, gekommen ist. Die Familie floh vor den Grauen des Ceaușescu-Regimes. Auch ist sie eine der recht wenigen weiblichen Protagonistinnen der immer noch männlich dominierten Partei. Ebenso wie ihr Bundestagskollege Uwe Schulz (HESSEN DEPESCHE berichtete) ist Joana Cotar im Kreis Gießen ansässig und IT-affin.

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