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Berlin - Anerkannte Asylbewerber können sich in Deutschland nach einer kurzen Wartefrist um einen Arbeitsplatz bewerben. Wer von ihnen aber nicht arbeiten will oder keine Beschäftigung findet, hat wie jeder Deutsche ein Anrecht auf Hartz IV. Derzeit beziehen rund 500.000 Asylanten Hartz-IV-Leistungen. Das berichten verschiedene Medien unter Berufung auf den „Tag der Jobcenter“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Integration von Geflüchteten“ stand.

Hanau - Vor dem Landgericht Hanau muss sich seit dieser Woche ein 20-jähriger Asylbewerber wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Mann aus Eritrea hat laut Anklage im Oktober 2016 einem anderen Asylbewerber mit zwei Messern in den Hals gestochen. Dann soll er seinem Opfer beide Ohrmuscheln abgebissen, ihm beide Augenlider abgeschnitten und mit einem Kugelschreiber in beide Augäpfel gestochen haben.

Kassel - Das Bundessozialgericht in Kassel (BSG) hat in letzter Instanz entschieden, dass abgelehnten Asylbewerbern die Leistungen gekürzt werden dürfen, wenn sie sich weigern, den Aufforderungen von Behörden nachzukommen. Das BSG wies damit die Klage eines Mannes aus Kamerun ab, der sich jahrelang geweigert hatte, den für seine Abschiebung benötigten Pass zu beschaffen.

Offenbach am Main - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat für die hitzige Debatte um die Rückführung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan kein Verständnis. Unlängst sagte der CSU-Politiker: „Die Bewertung der aktuellen Sicherheitslage durch die Bundesregierung, also das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt, ist nach wie vor unverändert. Sie lässt Rückführungen in gesicherte afghanische Provinzen zu. Es gibt keinen Anlass, das in Frage zu stellen.“ Gefahren durch Extremisten beträfen nicht nur Afghanistan, sondern viele Teile der Welt. Außerdem sorgten afghanische Sicherheitskräfte mit Unterstützung deutscher Soldaten und Polizisten für eine weitere Stabilisierung des Landes.

Leverkusen - Zeitenwende bei den traditionsreichen katholischen Schützenvereinen: Bei seiner Bundesvertreterversammlung am Sonntag in Leverkusen hat der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) eine „umfassende Bereitschaft zum Miteinander mit Hinzugekommenen aus anderen Kulturkreisen“ beschlossen, wie es in einer BHDS-Mitteilung heißt. Mit breiter Mehrheit hat das sogenannte Schützenparlament die Öffnung der christlichen Bruderschaften für Muslime beschlossen und sie zum Königsschuss zugelassen, um Schützenkönig werden zu können.

Dreieich/Darmstadt - Anfang Januar 2016 erlitt ein 23-jähriger schlafender Asylbewerber eine leichte Beinverletzung, als mehrere Schüsse auf eine Asylunterkunft in Dreieich abgegeben wurden. Fünf Tage nach den Schüssen demonstrierten vor Ort rund 700 Menschen unter dem Motto „Das Problem heißt Rassismus! Solidarität mit allen Geflüchteten“, ohne überhaupt Näheres über den Schützen und seine Motivation zu wissen.

Wien - Vor dem Landesgericht Wien mussten sich neun irakische Asylbewerber wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung einer deutschen Lehrerin verantworten. Acht der Angeklagten wurden am Donnerstag zu Haftstrafen zwischen neun und dreizehn Jahren verurteilt. Das Opfer bekam zudem ein Schmerzensgeld von 25.000 Euro zugesprochen. Der neunte Beschuldigte wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen.

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