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Berlin - Offenbar hat die schwelende Flüchtlingskrise das Ansehen der Bundesregierung so erschüttert, dass eine abermalige Finanznot des griechischen Staates vor der europäischen Öffentlichkeit ausgeschwiegen werden soll. Dieser Eindruck entlehnt sich auch aus den heutigen Äußerungen des streitbaren CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU). Willsch sagt: "Die griechische Regierung hat wieder einmal einen Etappensieg errungen. Griechenland soll mittel- bis langfristig entlastet werden – beim Schuldendienst. Derzeit wird zwar ein viertes Griechenland-Rettungspaket noch nicht öffentlich ins Spiel gebracht, das braucht es zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht, denn vom aktuellen (dritten) Rettungspaket sind erst 21,4 von 86 Milliarden Euro ausgezahlt. Die aktuellen Winkelzüge Athens dienen lediglich dazu, dass die Geldgeber die nächste (Teil-)Tranche zahlen." 

München - Angesichts steigender Stromkosten werden Formen der eigenen Energieproduktion immer beliebter, um den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen. Ein viel genutztes Angebot für Eigenheimbesitzer sind Miet-Solaranlagen, die beispielsweise von der MEP Werke GmbH des Münchner Solarunternehmers Konstantin Strasser angeboten werden. Hierbei entfallen sowohl die hohen Investitionskosten, die beim Kauf einer Solaranlage normalerweise fällig werden, als auch die Wartungskosten, da alle notwendigen Reparaturen zu den Inklusivleistungen des Anbieters gehören. Dieses Mietmodell beinhaltet übrigens auch ein Versicherungspaket der Allianz AG.

Berlin - Die Energiekonzerne sollen milliardenschwere Rückstellungen für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Endlagerung des radioaktiven Mülls bilden. Nun wurde bekannt, dass die vier Atomkonzerne zwar Rückstellungen bilden, dass aber etwa 30 Milliarden Euro fehlen. Das ist das Ergebnis eines vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Gutachtens. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte das Gutachten bereits vor einigen Monaten in Auftrag gegeben.

München - Die Energiewende ist ein kompliziertes Unterfangen. In den letzten Tagen ist es etwas ruhig um die Forderung der bayerischen Staatsregierung geworden, die SuedLink-Trasse größtenteils durch Hessen und Baden-Württemberg zu verlegen. Stattdessen protestierte die Regierung um Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) massiv gegen die von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) angekündigte Zwischenlagerung von neun Castor-Behältern im bayerischen AKW-Standort Isar.

München – Der Münchner „Sonnenkönig“ Konstantin Strasser ist eine Unternehmerpersönlichkeit, die sich von ganz unten nach oben gearbeitet hat. Mit Strasser Capital leitet er heute eine bedeutende Beteiligungsgesellschaft im Bereich der Erneuerbaren Energien, die seit über einem Jahrzehnt erfolgreich am Markt positioniert ist. Der umtriebige Selfmade-Mann, zu dessen Firmenimperium auch die MEP Werke GmbH gehört, erkannte bereits früh das Potenzial regenerativer Energien und legte damit den Grundstein für seine mittlerweile weitverzweigten Geschäftstätigkeiten in der Energiebranche.

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hätte sich die Energiewende sicher etwas leichter vorgestellt. Nun hat einer seiner Amtsvorgänger, Werner Müller, sich in die Debatte um die Folgekosten des Atomausstiegs eingeschaltet. Werner Müller, der seit 2012 Chef einer Stiftung ist, die die Kosten des Steinkohleausstiegs stemmen soll, rät zur Bildung eines ähnlichen Konstrukts für den Atomausstieg. Die Energieversorger selbst sieht er offenbar nicht in der Lage, die anfallenden Kosten zu tragen, obwohl sie verpflichtet sind, dafür Rücklagen zu bilden. Die Summe beläuft sich den Verlautbarungen der Konzerne zufolge auf etwa 38 Milliarden Euro. Diese werden aber kaum ausreichen. Daher sieht er letztlich den Staat in der Pflicht.

Frankfurt am Main - Eine Studie des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) zur Entwicklung der erneuerbaren Energien hat erstaunliche, aber auch besorgniserregende Fakten zutage gefördert. Bei der Studie wurden unterschiedlichste Faktoren berücksichtigt, unter anderem die „Zusammensetzung des konventionellen Kraftwerkparks, die Existenz von Stromspeichern, der großflächige Netzausbau oder die Import- und Exportmöglichkeiten in Nachbarländer“.

Wiesbaden - Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN macht die Entscheidung der Bundesregierung, den Steuerbonus für energetische Sanierung zu stoppen, zum Thema einer Aktuellen Stunde in der Plenarsitzung am Donnerstag. „Die energetische Sanierung ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende. 40 Prozent des Energieverbrauchs entfällt auf den Gebäudebereich. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, die richtigen Anreize setzen und die Rahmenbedingungen für eine echte Energiewende zu schaffen. Alles andere wäre ein fatales Signal für die Energiewende“, erklärt Angela Dorn (Jahrgang 1982), energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN.

Wiesbaden - Der hessische SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat gut ein Jahr nach der Regierungsbildung in Hessen der schwarz-grünen Landesregierung ein Mangelhaft ausgestellt. „Die Basis für Schwarz-Grün ist ein Koalitionsvertrag, der aus Minimalkonsensen und Formelkompromissen besteht. Schwarz-Grün ist überwiegend damit beschäftigt, sich selbst zu beweisen, dass ihre Koalition funktionieren kann. Dazu müssen die Koalitionäre aber ihre Ziele und Inhalte zur Seite legen. Machterhalt und Machtgewinn wird zum stärksten Motiv dieser Koalition. Dies geht kurzfristig in erster Linie zulasten der Kommunen und Beschäftigten und des sozialen Zusammenhaltes. Die Zukunfts-Themen des Landes bleiben auf der Strecke, die Zeche dafür zahlen langfristig alle. Schwarz-Grün profitiert dabei auch von einer insgesamt guten Konjunkturlage, die vielen Menschen Arbeit und Einkommen sichert. Die aktuelle Lage darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass man heute für die Zukunft vorsorgen muss. Dem wird die schwarz-grüne Landesregierung nicht gerecht“, so der SPD-Politiker am Montag in Wiesbaden.

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