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Rom - Angela Merkel und Co müssen sich nicht nur darüber den Kopf zerbrechen, wer demnächst die Regierungsverantwortung in Deutschland übernimmt und welche Farbenkonstellation zum Tragen käme. Ungemach droht von einer ganz anderen Seite, über die man mit dem Volk besser gar nicht spricht. Und keinesfalls jetzt! Das würde die Sondierungen und Verhandlungen nur stören. In Italien brodelt es.

Schwalmstadt – Der 35-jährige Immobilienmakler Engin Eroglu wurde Anfang März als Nachfolger von Rudolf Schulz zum Landesvorsitzenden der FREIEN WÄHLER Hessen gewählt. Der Schwalmstädter Stadtverordnete verfügt trotz seines jungen Alters bereits über einiges an kommunalpolitischer Erfahrung, die er allerdings vornehmlich bei den Grünen sammelte, für die er im Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises sowie im Magistrat seiner Heimatstadt Schwalmstadt saß. Im Jahr 2012 kehrte er seiner einstigen Partei den Rücken und engagiert sich seitdem bei den FREIEN WÄHLERN. Diese haben auf ihrer letzten Landesmitgliederversammlung unter anderem die Teilnahme an den Bundestagswahlen in diesem Jahr sowie an den Landtagswahlen in Hessen im kommenden Jahr verkündet. HESSEN DEPESCHE hat mit Engin Eroglu über seine politischen Vorstellungen und die ambitionierten Ziele der FREIEN WÄHLER Hessen gesprochen.

Berlin – Die Bundestagsabgeordnete und frühere Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, galt lange Zeit als „konservatives Gewissen“ der CDU. Am 15. Januar trat die 73-jährige Frankfurterin aus der Partei aus und verließ die Unionsfraktion im Bundestag. Sie begründete dies mit einem „fortdauernden Rechtsbruch“ Angela Merkels und der Bundesregierung bei der Euro-Rettung und der Asylpolitik (die vollständige Erklärung kann hier nachgelesen werden: www.erika-steinbach.de/erklaerung.html). Im Interview mit HESSEN DEPESCHE legt Erika Steinbach noch einmal ihre Beweggründe dar, geht auf Einwände aus den Reihen ihrer früheren Partei ein und bekräftigt, dass sich auch weiterhin in das politische Geschehen einmischen wird.

München – Die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), eine spanische Bank mit starker Geschäftsausrichtung auf den lateinamerikanischen Markt, geht in einem aktuellen Research-Bericht von einer weiteren Erholung der brasilianischen Wirtschaft aus und wagt einen verhalten positiven Ausblick auf die Entwicklung in diesem Jahr. Nach Rückgängen des BIP in den letzten Jahren werde Brasilien nach der Umsetzung verschiedener Finanzreformen 2017 wieder eine positive Wachstumsrate von etwa einem Prozent aufweisen, heißt es in der Analyse der BBVA, die damit ähnlich wie die Banco ITAU, eine der führenden Geschäfts- und Investmentbanken in Brasilien, bei der Wirtschaft des Landes eine leicht aufsteigende Tendenz sieht.

New York – Der US-Großinvestor und Gründer der Open Society Foundations, George Soros, warnt vor einem Auseinanderbrechen der Europäischen Union. In einem aktuellen Gastbeitrag für die Tageszeitung „Die Welt“ zieht der Multimilliardär einen direkten Vergleich zum Untergang der Sowjetunion vor 25 Jahren und sieht vor allem in den jüngsten Entwicklungen Anzeichen dafür, dass die EU schon bald ihrem Ende entgegensehen könnte, wenn die Staatengemeinschaft nicht rasch reformiert werde.

Frankfurt am Main - Der mutmaßliche Mörder Hussein K. der Freiburger Studentin Maria L. konnte unbemerkt nach Deutschland einreisen und  Asyl beantragen, offensichtlich durch einen fatalen Fehler der griechischen Behörden. In Griechenland soll Hussein K. bereits wegen versuchten Mordes verurteilt worden sein.  Die griechischen Behörden hätten es unterlassen Hussein K. trotz Verstößen gegen Bewährungs- und Meldeauflagen international per Fahndung auszuschreiben oder einen Hinweis an Interpol zu geben.

Berlin - Angela Merkel würde, wie so mancher, gerne die Zeit zurückdrehen. Nach Albert Einsteins Theorie wäre eine Zeitreise durch ein „Wurmloch“ in die Vergangenheit durchaus möglich. Aber nach der „Everettschen Vielwelten-Theorie“ würde Merkel dann, falls sie etwas verändern wollte, in einer Parallelwelt landen und auch in eine Parallelwelt zurückkehren. Die Vorstellung, sie könne hier auf dieser Welt noch was verändern, scheidet damit aus.

Athen - Für die politische Linke war es einer der größten Erfolge der letzten zwanzig Jahre: Die Schwesterpartei der deutschen Linkspartei, die griechische „Syriza“ um den charismatischen Anführer Alexis Tsipras erreichte bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Januar 2015 in Griechenland 36,3 Prozent der Stimmen und wurde mit deutlichem Abstand stärkste Kraft.

Schon am Tag nach der Wahl wurde Tsipras in dem von der Euro-Krise und der hohen Staatsverschuldung gezeichneten Land zum Ministerpräsidenten ernannt. Für die nötige Parlamentsmehrheit sorgte eine Koalition mit der kleinen Partei ANEL, die damals kurioserweise mit der AfD noch in der EKR-Fraktion im Europaparlament saß und gemeinhin als eher rechtspopulistisch und migrationskritisch gilt.

Während diese Entscheidung vor allem bei der Linken außerhalb Griechenlands Irritationen hervorrief, sollten die riesigen Hoffnungen in Tsipras sich für die verarmte Bevölkerung der einst so großen Nation als trügerisch herausstellen. Auch Tsipras kochte nur mit Wasser und konnte nicht durch einen wundersamen Handstreich die westlichen Geldgeber dazu bewegen, die Geldhähne offenzuhalten und gleichzeitig auf Sparmaßnahmen zu verzichten, wie er es vor der Wahl versprochen hatte. Auf Grund eines Reformprogrammes, das er notgedrungen verabschieden musste, verweigerte der linksextreme Flügel ihm die Gefolgschaft und spaltete sich ab. Die Folge: Weitere Neuwahlen im September 2015, doch auch diese konnte Tsipras noch mit über 35 Prozent für sich entscheiden.

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