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München - Die Pläne der Bundesregierung, eine Bargeld-Obergrenze in Höhe von 5.000 Euro einzuführen, stoßen auf großen Widerstand. Der Ökonom Max Otte sprach bereits davon, dass damit der Übergang zur „totalen Überwachung“ erreicht sei. Kritiker monieren, dass die Einführung der Bargeld-Obergrenze nur ein erster Schritt in Richtung der Abschaffung des Bargelds sei, wie sie der Chef der Deutschen Bank, John Cryan, bereits gefordert hat.

München – Der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch zählt zu den Wortführern der Kritik an der Euro-Rettungspolitik von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble im Regierungslager. Ihm zur Seite standen noch vor geraumer Zeit Frank Schäffler von der FDP und das CSU-Urgestein Peter Gauweiler. Der eine sitzt nicht mehr im Bundestag, weil seine Partei den Einzug verpasst hat, der andere hat aus Protest gegen den fortgesetzten Bruch der Verträge mittlerweile sein Mandat niedergelegt. Willsch, der sich von Anfang an gegen Griechenland-Hilfen, ESM und die Rettung der europäischen Gemeinschaftswährung auf Kosten der Steuerzahler eingesetzt hat, hält weiterhin die Stellung.

Mainhausen - Der hessische Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch (CDU) ist am 13. September 2015 Gast der CDU Mainhausen. Der profillierte Haushalts- und Finanzpolitiker gilt als namhafter Kritiker der EURO-Rettungspolitik. Willsch wird im Alten Rathaus im Mainhäuser Ortsteil Zellhausen ab 18 Uhr erwartet. Auch Landrat Oliver Quilling (Kreis Offenbach) und der Mainhäuser Bürgermeisterkandidat Michael Stirnweiß haben ihr Kommen zugesagt.

Frankfurt am Main - Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die permanenten Ela-Kredite der EZB für angeschlagene griechische Banken scharf kritisiert und vor einer indirekten monetären Staatsfinanzierung Griechenlands durch die Euro-Notenbanken gewarnt. „Allen Parteien in den gegenwärtigen Verhandlungen sollte klar sein, dass das Eurosystem keine Brückenfinanzierung für Griechenland bereitstellen darf, auch nicht in Vorwegnahme späterer Auszahlungen von Hilfsgeldern“, so der Bundesbank-Chef.

Berlin - Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert alle an der Bewältigung der griechischen Probleme beteiligten Institutionen in Europa zu stärkeren Signalen gegen die Regierung in Athen auf. "Wolfgang Schäuble liegt klar auf Kurs: Hilfen nur gegen glaubwürdige, nachhaltige Reformanstrengungen. Für diese Haltung wird er auf immer inakzeptablere Weise attackiert. Dagegen müssen aus Brüssel, Frankfurt und den europäischen Hauptstädten deutliche Anworten gegeben werden", forderte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.
"Die dreiste griechische Schuldzuweisungstaktik gegen Wolfgang Schäuble soll vom Versagen der linken Regierung Griechenlands bei den Verhandlungen in Brüssel ablenken. Diesen Angriffen glaubt vielleicht eine Mehrheit in Griechenland, aber kaum jemand sonst in Europa. Nach den Anwürfen griechischer Regierungsmitglieder gegen die Partnerregierungen in Spanien und Portugal ist Deutschland immer wieder Ziel der plumpen Demagogen", so Steiger weiter. Medienauftritte wie der des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis in einer Talksendung am Sonntagabend fördern immer größere Zweifel, ob man mit solchen Regierungsvertretern verlässlich zusammenarbeiten kann.

Frankfurt am Main - Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis drohen zwar gerne mit einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone, im Grunde lassen sie aber keinen Zweifel daran, dass sie einen „Grexit“ möglichst vermeiden wollen. Damit befinden sie sich allerdings im Widerspruch zu Teilen der eigenen Partei, vornehmlich dem radikalen Flügel, dem auch der Ökonom und Syriza-Wirtschaftsberater Costas Lapavitsas zuzurechnen ist. Lapavitsas, der auf der Liste der Linkspartei Syriza ins griechische Parlament eingezogen ist, hat gemeinsam mit dem seinem deutschen Kollegen Heiner Flassbeck, einst Oskar Lafontaines Staatssekretär und später Direktor bei der UNO in Genf, ein Buch mit dem provokanten Titel „Nur Deutschland kann den Euro retten“ verfasst, das die Vorteile eines Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro-Raum klar aufzeigt.

Seligenstadt - Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Mainhausen hat im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Mainhausen im Dialog“ die Sparkasse Langen Seligenstadt (SLS) besucht. Empfangen durch den Verwaltungsratsvorsitzenden Frank Lortz und den Vorsitzenden der Verbandsversammlung Dieter Jahn erörterten die Sozialdemokraten in einem zweistündigen Gespräch die Rolle der Sparkassen in der Bankenlandschaft und die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf deren Geschäftspolitik. Die Vorstandsvorsitzenden Klaus Zoufal und Jürgen Kuhn gaben einen Überblick über die Organisationsstruktur und konnten mitteilen, dass die SLS nach wie vor eigenkapitalstärkstes Institut im Hessisch Thüringischen Sparkassenverband sei.

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