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München - Am Samstag, den 09.02.2019 hat die CSU München auf ihrem 12. jährlichen „Schwarz-Weiß Ball“ den Kaufmann und Geschäftsführer der weeBusiness GmbH, Cengiz Ehliz, zum Unternehmer des Jahres 2018 gekürt. Diese von der CSU verliehene Auszeichnung „Unternehmer des Jahres 2018 in München“, ist ein Preis, der alljährlich durch das Votum verschiedener Münchner Wirtschaftsverbände vergeben wird. So zumindest hat es den Anschein.

München - Cengiz Ehliz, Präsident jenes undurchsichtigen MLM-Konglomerats um das globale Bonussystem wee, hat es mit den Visionen. Sein Pressesprecher Tilmann Meuser bezeichnete einen kürzlich arrangierten Talk zwischen Cengiz Ehliz und dem Motivationstrainer Erich J. Lejeune (Jahrgang 1944) als Treffen zweier Visionäre. Und visionär ist beim Kaufmann Cengiz Ehliz schon aus Tagen von Flexstrom und FlexCom vieles. Doch aus psychotherapeutischer Sicht kann eine Vision auch eine negative Bedeutung haben im Geschehen einer Sinnestäuschung oder Halluzination. So erklären es zumindest Psychologen. Viele Investoren bei den MLM-Visionen des Cengiz Ehliz hatten zumindest nach betriebswirtschaftlicher Diagnose oft diesen Eindruck. Ex-Geschäftspartner und Vorstand der weeCONOMY AG, der Oberbayer Rudolf Engelsberger, stellt öffentlich noch ganz andere Diagnosen über wee und COOINX.

München - Mit seinen womöglich rund 2000 angeschlossenen Händlern in München und Umgebung werben die Kaufleute Cengiz Ehliz und Michael Scheide in ganz Europa bei Geldgebern vollmundig für das Verbraucherbonussystem „wee“ und eine Kryptobörse „COOINX“ um Kapital. Dabei bezeichnen sich Cengiz Ehliz und Michael Scheibe regelmäßig in Präsentationen als „Marktführer“. So sollen vorrangig private Geldgeber dabei helfen, weitere Märkte zu erschließen und das „Erfolgskonzept“ wee auch weiter in Europa zu verbreitern.

Luxemburg - Die Digitalisierung des Einzelhandels federführend mitzugestalten, das ist das selbsternannte Ziel der beiden Unternehmer Cengiz Ehliz und Michael Scheibe. Letzterer ist hierbei mit seinem in Luxemburg ansässigen Unternehmen COOINX S.A. für das Thema "Kryptowährung" (wobei noch völlig offen ist, ob COOINX je einzuhalten vermag, was es vollmundig verspricht) zuständig, während Cengiz Ehliz als Gesicht der Marke „wee“ (vormals FlexCom) sich weiterhin der Verbreitung des Cashbacksystems widmet.

München – Der Vertriebsprofi Michael Scheibe geizt nicht mit Superlativen, wenn es um sein in Luxemburg ansässiges Unternehmen COOINX S.A. und vor allem sich selbst geht. Im August dieses Jahres zog er 100 Tage nach dem Projektstart seines „unternehmerischen Babys“ eine erste Bilanz, die gewohnt positiv ausfiel, aber – ebenso gewohnt – kaum mit aktuellen betriebswirtschaftlichen Zahlen zu glänzen wusste. Im Rahmen der weeNexx AG planen Michael Scheibe und sein Geschäftspartner Cengiz Ehliz ein ICO, um nach eigenen Angaben das Cashback-System „wee“ mit moderner Blockchain-Technologie zu verzahnen. Mit anderen Worten: Es geht wohl um eine neue Kryptowährung, die auf „wee“ basieren soll. Wie genau das funktioniert und worauf interessierte Anleger bei diesem ICO setzen können, bleibt vorerst nebulös.

München/Kreuzlingen – Rudolf Engelsberger kennt das Modell „Wee“ aus dem Effeff. Bis 2014 war er Geschäftsführer der FlexCom International AG und ging dann als CEO zur weeCONOMY AG. Unter seiner Ägide wurde die weeCONOMY Group AG aufgebaut, die alle Einzelfirmen des von dem Bad Tölzer Unternehmer Cengiz Ehliz ins Leben gerufenen Cashback-Systems „Wee“ unter einem Dach vereinte. Geschäftsführer der beiden Gesellschaften blieb er bis 2015, danach hatte er noch bis März 2016 eine Projektvereinbarung inklusive Beratervertrag mit Ehliz.

München/Kreuzlingen – Das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel im „wee“/COOINX-Komplex um Cengiz Ehliz und Michael Scheibe wird immer undurchsichtiger: Firmen wechseln ihre Namen, werden eingekauft oder abgeschaltet, Kompetenzen werden verlagert, Geschäftsführer- und Aufsichtsratsposten oft wechselnd besetzt (siehe auch: https://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/michael-scheibe,-wee-und-cooinx-zieht-sich-cengiz-ehliz-aus-dem-namen-weeconomy-zurück.html).

Luxemburg - Michael Scheibe, Gründer und Vorstand der COOINX S.A. ist voll des Lobes zur weiteren Option durch "COOINX". „Nomen est omen“ – diese lateinische Redensart („der Name ist ein Zeichen“) hat sich von den Römern über das Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert im allgemeinen Sprachgebrauch festgesetzt. Neudeutsch übersetzt könnte man sagen: „Der Name ist Programm!“ Offenbar sind die COOINX-Akteure sehr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. So zumindest zeigt sich Michael Scheibe anlässlich einer Veranstaltung in München überzeugt.

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