hessen-depesche.de

Hanau - Die Thematik einer möglichen Kreisfreiheit Hanaus nimmt weiter Gestalt an. Die Hanauer Stadtverordnetenversammlung hat sich zwischenzeitlich einstimmig für diese ausgesprochen. Die von der FDP-Kreistagsfraktion geforderte geordnete und verlässliche Faktenaufstellung liegt unterdessen noch immer nicht vor. Es gibt bis heute keine verlässliche Zahlenlage, auf die von den Entscheidungsträgern zurückgegriffen werden kann.

Hanau - In seiner Stellungnahme rund um eine mögliche Auskreisung der Stadt Hanau aus dem Main-Kinzig-Kreis hat Landrat Thorsten Stolz (SPD) erneut keine der grundlegenden Fragestellungen beantwortet. Die ausweichenden Erklärungen des Landrates machen deutlich, dass sich der Landkreis, wie von der FDP-Kreistagsfraktion befürchtet, bisher nicht um die für die Entscheidungsfindung fundamental wichtigen Fragen gekümmert hat. Die Ausführungen des Landrates haben rund um den HUXIT sogar weitere wichtige Fragen aufgeworfen.

Langenhagen – Immobilieninvestor Charles Smethurst (Dolphin Trust) erlebte noch vor einem Jahr eine kritische Zeit. Das Geschäft mit denkmalgeschützten Immobilien lief Anfang 2017 nicht ganz rund. Ärger kam auf, auch in einem Geschäft mit der hessischen Stadt Hanau. Aber im Verlauf des ersten Halbjahres 2018 nahm die Marke mit dem Delfin wieder kräftig Fahrt auf. Geschäftspartner in Fernost zeigten sich zufrieden. Eine weitere Expansion in den deutschen Immobilienmarkt wurde durch solche und andere Kapitalgeber offenbar gesichert.

Hanau - „Die Frage der Kreisfreiheit einer Stadt ist in der heutigen Zeit vorrangig ein ideelles und emotionales Thema, bei der die ökonomische Folgenabschätzung schnell zu kurz kommt“, stellt der ehemalige Wirtschaftsdezernent der Stadt Hanau und jetzige ehrenamtliche Kreisbeigeordnete, Dr. Ralf-Rainer Piesold (FDP), fest. Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag, Kolja Saß (FDP) ergänzt, dass man genau abwägen sollte, welchen Nutzen und welche Risiken für den Kreis und auch der Stadt entstünden. Das sich Hanau alleine im Rhein-Main-Gebiet besser darstellen könne, bezweifelt Saß ebenso wie die Behauptung, dass es keine negative Auswirkungen auf das Image des Main-Kinzig-Kreises habe. „Zwei Kleine werden mit Sicherheit nicht besser wahrgenommen, als ein Großer mit seinen starken Teilen“, meint Saß. Man wird das auch in den Rankings merken. Ob beispielweise die kleinste Großstadt in den Rankings gegenüber Frankfurt und Wiesbaden punkten könne, sei auch abzuwarten, bemerkt Saß.

Seite 1 von 5

Team