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Heusenstamm – Die AfD erreichte bei der Kommunalwahl 2016 in Heusenstamm ein Ergebnis von 7,2 Prozent und zog mit drei Mandatsträgern ins Stadtparlament ein. Einer der Gewählten ist Carsten Härle, der der AfD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung vorsteht. Der Vater zweier Kinder, der mit seiner Lebensgefährtin in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammenlebt, geriet in letzter Zeit jedoch weniger wegen seiner kommunalpolitischen Arbeit, als vielmehr durch umstrittene Äußerungen, etwa zur deutschen Geschichte, in die Schlagzeilen. HESSEN DEPESCHE hat sich darüber mit Carsten Härle unterhalten, um ihm die Gelegenheit zu geben, Stellung zu den kritisierten Äußerungen zu nehmen. Außerdem haben wir ihn zur Arbeit der AfD vor Ort und den anstehenden Wahlen befragt.

Großkrotzenburg – Der Großkrotzenburger Finanzexperte Alexander Noll zählt zu den führenden Köpfen der FDP im Main-Kinzig-Kreis. Wie sein Gelnhausener Kollege Kolja Saß wurde er kürzlich wieder in den Landesvorstand der hessischen Liberalen gewählt – und kümmert sich dort vor allem um den Bereich der öffentlichen Finanzen. Seine Herzensanliegen sind der Schuldenabbau, Infrastrukturverbesserungen und die Senkung der Abgaben für die Bürger. HESSEN DEPESCHE hat sich mit Alexander Noll über verschiedene landes-, bundes- und kommunalpolitische Themen unterhalten, darunter auch die innerhalb der FDP umstrittene Forderung nach Beitragsfreiheit für Kitas.

Hainburg – Im Februar wurde der Hainburger CDU-Partei- und Fraktionsvize Christian Spahn von der Gemeindevertretung zum Ersten Beigeordneten gewählt. Er tritt am 1. Juni 2017 die Nachfolge Alexander Böhns an, der inzwischen als neuer Bürgermeister der Gemeinde amtiert. Die Opposition aus SPD, BfH und Grünen konnte sich in der Gemeindevertretung nicht damit durchsetzen, den zweiten hauptamtlichen Posten in Hainburg zu streichen. Während Alexander Böhn weiterhin auch Baudezernent bleibt, wird Christian Spahn künftig die Bereiche Finanzen und Soziales unter seinen Fittichen haben. HESSEN DEPESCHE hat sich mit ihm über seine neuen Aufgabenfelder unterhalten.

Darmstadt – Die Kandidatur von Achim Pfeffer ist wohl die ungewöhnlichste bei der OB-Wahl in Darmstadt. Als sozialdemokratisches Urgestein tritt er gegen den SPD-Kandidaten Michael Siebel an, den Pfeffer für nicht geeignet hält, das Amt des Oberbürgermeisters auszuüben. Der 63-Jährige setzt aber auch auf enttäuschte CDU-Wähler, da die Union zugunsten des Kandidaten ihres grünen Stadtparlament-Koalitionspartners, Amtsinhaber Jochen Partsch, auf einen eigenen Antritt verzichtet hat. Für viele altgediente SPD-Anhänger an der Basis repräsentiert Pfeffer die Seele der Partei, der vier Jahre jüngere Landtagsabgeordnete und Ex-Lehrer Siebel hingegen eine abgehobene Funktionärskaste. HESSEN DEPESCHE hat nachgefragt, was der parteiunabhängige Kandidat sonst noch zu bieten hat.

Darmstadt – Darmstadt wurde gerade zum zweiten Mal in Folge von der „Wirtschaftswoche“ und „Immobilienscout24“ zu „Deutschlands Zukunftsstadt Nummer eins“ gewählt. Diesen Erfolg schreibt sich der amtierende Oberbürgermeister der südhessischen Großstadt, Jochen Partsch (Grüne), auf seine Fahnen. Partsch regiert seit nunmehr sechs Jahren mit einer grün-schwarzen Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung – und möchte am 19. März wiedergewählt werden. Die Union hat auf einen eigenen Kandidaten verzichtet. HESSEN DEPESCHE hat mit Jochen Partsch über seine zentralen Projekte und wichtige kommunalpolitische Themen wie Wohnungsbau, Kita-Betreuung und Bürgerbeteiligung gesprochen.

Rödermark – Der Christdemokrat Carsten Helfmann will den Grünen Roland Kern als Bürgermeister der Stadt Rödermark beerben. Derzeit amtiert der 43-jährige Bankkaufmann, Versicherungsfachwirt und Vater von zwei Kindern als Rathauschef der benachbarten Gemeinde Eppertshausen. Als neue Herausforderung betrachtet der Kandidat der CDU vor allem die Größe der Kommune: Rödermark hat rund 27.000 Einwohner und damit mehr als viermal so viel in Eppertshausen, der Rödermärker Haushalt hat ein Volumen von 70 Millionen Euro, der Eppertshausener ein Siebtel davon. Zu seinen Ambitionen erklärte Helfmann einmal: „Was im überschaubaren Eppertshausen geklappt hat, will ich jetzt in der großen Stadt versuchen“, so Helfmann zu seinen Ambitionen. HESSEN DEPESCHE hat bei ihm nachgefragt, was man darunter zu verstehen hat und wie seine kommunalpolitischen Vorstellungen für Rödermark aussehen.

Rödermark – Seit fast zwölf Jahren amtiert der Jurist Roland Kern als grüner Bürgermeister in Rödermark. Nun tritt er nochmal an – allerdings mit einer selbst auferlegten Begrenzung seiner Amtszeit von zwei Jahren. Politische Mitbewerber haben versucht, dies weidlich auszuschlachten und für ihre Zwecke zu nutzen. Mitunter war gar von einer Verlegenheitslösung der Grünen die Rede. Kern selbst hat freilich eine ganz andere Begründung für seinen Schritt. HESSEN DEPESCHE hat darüber mit Rödermarks Bürgermeister gesprochen, ihn gebeten, Bilanz zu ziehen und seine Vorstellungen für ein Zusammenleben in der Stadt zu präsentieren.

Hainburg – Hainburgs scheidender Bürgermeister Bernhard Bessel (CDU) hat die gute Etatlage der Gemeinde auf das sparsame Wirtschaften der vergangenen Jahre zurückgeführt. Es gebe keine Steuer- oder Gebührenerhöhungen, der Schuldenstand sei historisch niedrig, die Bilanz sei ausgeglichen und weise Überschüsse aus, so Bessel in seiner Rede zum neuen Doppelhaushalt 2017/2018. Der Verwaltungschef ist noch bis Mitte Februar im Amt, danach übernimmt der bisherige Erste Beigeordnete Alexander Böhn (CDU), der am 11. September mit über 61 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt wurde, die Amtsgeschäfte.

Rodgau – Der Hochschuldozent Dr. Robert Rankl wird auf dem Parteitag der hessischen AfD am kommenden Sonnabend aller Voraussicht nach als Kandidat zur Bundestagswahl 2017 nominiert werden. Seit April vertritt er die in diesem Jahr erstmals in die kommunalen Parlamente eingezogene AfD als Fraktionsvorsitzender im Kreistag von Offenbach sowie in der Stadtverordnetenversammlung von Rodgau. Die aktuellen Entwicklungen im Stadtparlament beobachtet der promovierte Diplom-Kaufmann mit kritischem Blick und wirft vor allem der FDP, der er früher selbst einmal angehörte, Postengeschacher und einen unfairen Umgang mit politischen Mitbewerbern vor. Wir haben darüber und über die kommunalpolitischen Vorstellungen der AfD mit Dr. Robert Rankl gesprochen.

Wiesbaden – Der Erste Beigeordnete und Baudezernent der Gemeinde Hainburg, Alexander Böhn (CDU), gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des langjährigen Bürgermeisters Bernhard Bessel (CDU), der nicht mehr zur Wahl antritt. Ob es Böhn bereits am 11. September schafft oder in die Stichwahl muss, ist indes vollkommen offen. Vor allem dem von den Grünen und der SPD unterstützten Kandidaten Cliff Hollmann wird ein Achtungserfolg zugetraut, während der Dritte im Bunde, der Parteilose Andreas Grosser, bei Beobachtern eher als Zählkandidat gehandelt wird. Die HESSEN DEPESCHE hat sich mit Alexander Böhn unterhalten – über seine Vorstellungen für die künftige Gestaltung der Kommunalpolitik in Hainburg, aber auch über die Kritik seiner beiden Gegenkandidaten.

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